Vestenbergsgreuth

Vestenbergsgreuth geht es finanziell noch immer gut

Der Marktgemeinde geht es finanziell gut. Zwar beträgt die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt im diesjährigen Haushalt nur 80 300 Euro. Dennoc...
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Der Marktgemeinde geht es finanziell gut. Zwar beträgt die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt im diesjährigen Haushalt nur 80 300 Euro. Dennoch müssen sich die Gemeindeväter keine schlaflosen Nächte machen. Die gegenüber den Vorjahren vergleichsweise niedrige Zuführung ist der hohen Kreisumlage geschuldet. Zeitversetzt um zwei Jahre wird sie nach den Worten des Kämmerers Tobias Weiß nach dem "extrem guten Jahr 2016" berechnet.


Kreisumlage steigt deutlich

1,62 Millionen und somit um 250 000 Euro mehr als im Vorjahr muss die Marktgemeinde 2018 an den Kreis berappen. Aber schon ab dem nächsten Jahr soll die Zuführung wieder steigen. Hingegen blieben die übrigen Zahlen des Verwaltungshaushalts nahezu unverändert. Auch die Gewerbesteuer hat der Kämmerer wie im Vorjahr mit zwei Millionen angesetzt. Sie ist die wichtigste Einnahmequelle des Marktes und macht 39,5 Prozent der Gesamteinnahmen des Verwaltungshaushalts aus. Die Höhe der Einnahme ist auch der Grund dafür, dass Vestenbergsgreuth seit 2003 keine Schlüsselzuweisung mehr bekommen hat.
Im Vermögenshaushalt werden 2018 viele große Projekte finanziert. Insgesamt 1,9 Millionen sind für den Bau des neuen Zentrums, einer Multifunktionshalle mit dem Abbruch der alten Halle und der Sanierung des Mehrzweckgebäudes vorgesehen. Gut 1,7 Millionen weist der Haushalt für die Sanierung der Kläranlage aus, die in diesem Jahr begonnen werden soll. Die Brücke bei Burgweisach und die Anlage eines "Brückenbuchs" für alle Bauwerke im Gemeindegebiet werden rund 330 000 Euro verschlingen. Straßenbau, Abwasser- und Wassererschließung im Baugebiet Unterwinterbach schlagen zusammen mit 400 000 Euro zu Buche.


Schulden unter dem Durchschnitt

Vestenbergsgreuth soll attraktiv werden. Nicht nur für die ortsansässigen Bürger, sondern auch für bauwillige Interessenten. Dazu wird nicht nur die Multifunktionshalle beitragen, sondern auch der geplante "Schaukelweg", Freizeitanlagen und der "Mittelpunkt Franken". Insgesamt sind mehr als 200 000 Euro dafür in den Haushalt eingestellt. Die über Jahre angesparten Rücklagen werden zwar in den nächsten zwei Jahren fast vollständig aufgebraucht. Aber die Marktgemeinde ist - dank eines weltweit agierenden Unternehmens - gut aufgestellt. Das ist auch an den Schulden abzulesen, die in Vestenbergsgreuth mit 347 Euro pro Kopf weit unter dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden liegen.
Der Haushalt wurde in der Sitzung einstimmig verabschiedet.
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