Grub am Forst
Kommunalpolitik

Verwunderung und Bürgermeister Wittmanns ausgestreckte Hand

Eine Rückkehr zu einer konstruktiven Zusammenarbeit im Gemeinderat. Das setzt sich Grubs Bürgermeister Jürgen Wittmann gemeinsam mit der Fraktion der Wählergruppierung Gut für Grub zum Ziel. Um das zu...
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Eine Rückkehr zu einer konstruktiven Zusammenarbeit im Gemeinderat. Das setzt sich Grubs Bürgermeister Jürgen Wittmann gemeinsam mit der Fraktion der Wählergruppierung Gut für Grub zum Ziel. Um das zu erreichen, lädt er alle Gemeinderatsmitglieder zu einem Runden Tisch ein, wie er bei einem Pressegespräch von GfG am Mittwoch informierte.

Eine entsprechende Einladung habe er bereits verschickt, wie der Bürgermeister sagte. Ein Termin stehe noch nicht fest. Doch: "Ergebnisoffen sollen dabei strittige Themen wie der Umgang mit Anträgen und Anfragen im Abgleich mit der Geschäftsordnung der Gemeinde klar vereinbart werden", kündigt Jürgen Wittmann an.

Alle Gemeinderatsmitglieder der Fraktionen von CSU, SPD und FW hatten vor kurzem geschlossen die Arbeit des Gemeindeoberhaupts kritisiert. Auslöser war unter anderem ein Flyer, der von GfG verteilt worden war. Damit erweckte Jürgen Wittmann nach Empfinden der anderen Fraktionen den Eindruck, er selbst sei allein verantwortlich für die aufgelisteten Erfolge. Empörung und ein eigener Flyer von CSU, SPD und FW waren die Reaktion.

Das wiederum stößt bei Jürgen Wittmann auf Verwunderung. "Alle Fakten im Flyer sind belegbar und sind ohne persönliche Wertungen oder Angriffe auf Personen verfasst. Nirgends wird behauptet, der Bürgermeister hätte alle Erfolge im Alleingang erreicht." Es sei lediglich darum gegangen, was 2014 mit Amtsantritt angekündigt wurde und was davon inzwischen erreicht werden konnte. "Falls der Eindruck entstanden ist, ich wolle mir alles allein zuschreiben, so ist das nie meine Absicht gewesen", nimmt Wittmann dazu Stellung.

Die anderen Fraktionen hatten sich an Formulierungen gestört, wie "vorbereitet, durchgesetzt und durch Bürgermeister Wittmann zeitnah umgesetzt" oder "Trotz Widerständen im Gemeinderat habe ich die meisten meiner Ziele tatkräftig umgesetzt".

Viele Vorwürfe der anderen Fraktionen wurden bei der Sitzung des Gemeinderats am Montag bereits öffentlich diskutiert. Manches konnte dabei entkräftet werden, anderes nicht.

Beim Runden Tisch soll nun der Versuch unternommen werden, zu einer Form der Zusammenarbeit im Gremium zu finden, die eine Arbeit des Gemeinderats zum Wohle der Gemeinde und der Bürger in der Zukunft ermöglicht. Das erfordert guten Willen auf beiden Seiten bei den Gesprächen.

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