Herzogenaurach
Planänderung

Verstellbare Lamellen sollen Rathausmitarbeiter vor der Sonne schützen

Auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses standen auch drei Empfehlungsbeschlüsse für den Stadtrat zum Neubau des Rathauses. Dazu war Projektleiter Christoph Schmid...
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"Finster und dunkel" würden Raffstores in dieser Farbe am neuen Rathaus wirken, meinte Stadtrat Walter Drebinger. Mit einer helleren Variante konnte sich das Gremium aber anfreunden. Repro: Stadt Herzogenaurach
"Finster und dunkel" würden Raffstores in dieser Farbe am neuen Rathaus wirken, meinte Stadtrat Walter Drebinger. Mit einer helleren Variante konnte sich das Gremium aber anfreunden. Repro: Stadt Herzogenaurach

Auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses standen auch drei Empfehlungsbeschlüsse für den Stadtrat zum Neubau des Rathauses. Dazu war Projektleiter Christoph Schmidt vom Büro BSS-Architekten zur Sitzung in das Interimsrathaus gekommen und stellte die Entwürfe mit einer Präsentation vor.

Im März 2018 war entschieden worden, dass am Rathausneubau ein textiler Sonnenschutz angebracht werden soll. Allerdings habe sich jetzt herausgestellt, dass der Sonnenschutz seine Wirkung verfehle. Der Neubau des Pavillons an der Carl-Platz-Schule sei so ausgestattet worden, und nach dem diesjährigen Sommer wünschen sich die Lehrkräfte eine Änderung. Wie Renate Schroff (SPD) von Gesprächen mit den Lehrkräften berichtete, scheine die Sonne bis in die Ecke der betreffenden Klassenräume und die Kinder mussten sogar umgesetzt werden. Damit sei der geplante Sonnenschutz für das Rathaus nicht verwendbar.

Energetisch sinnvoller

Die Aussagen von Bürgermeister German Hacker (SPD) und seiner Stellvertreterin führten erwartungsgemäß zu einer regen Diskussion. Der Bürgermeister bat, die Angelegenheit auch energetisch zu betrachten, denn ein Sonnenschutz solle bewirken, dass die Wärme draußen bleibt. Flugs rechnete er aus, wie viel Energie wieder zur Kühlung der Räume benötigt werden würde.

Statt des textilen Sonnenschutzes sollten Raffstores eingebaut werden. Wie Projektleiter Schmidt erläuterte, sind Raffstores ein außenliegender Sonnenschutz mit verstellbaren Lamellen und eng verwandt mit der Jalousie.

"Außenjalousien und Raffstores halten die Räume im Sommer kühl und sparen im Winter Heizkosten", warb der Bürgermeister für eine Aufhebung des Beschlusses vom März 2018. "Optisch stört mich das massiv", kritisierte CSU-Stadtrat Walter Drebinger. Er habe andere persönliche Erfahrungen aus seinem Wohnbereich. Es gebe auch Textil, das keine Sonne durchlässt, weil Aluminium eingewebt sei.

Der Projektleiter wies darauf hin, dass die Lamellen in mehreren Farbtönen erhältlich seien, nachdem Walter Drebinger die Darstellung als zu finster und dunkel bezeichnete und außerdem nicht zur Fassade passend. Nach dem Austausch der unterschiedlichen Meinungen und Argumente ließ Bürgermeister Hacker abstimmen und mit zehn gegen drei Stimmen wird dem Stadtrat empfohlen, den Beschluss aufzuheben und sich für Raffstores zu entscheiden.

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