Tennenlohe

Verstärkung für die Wildpferde

Przewalski-Hengste sorgen im Tennenloher Forst als vierbeinige Landschaftspfleger für den Erhalt der seltenen Sandlebensräume. Nun wurde die Gruppe um zwei Jungtiere aus dem Cottbuser Tiergarten vergrößert.
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"Wolfgang" und "Henning", die Neuen im Tennenloher Forst, beim Sprung aus dem Transporter Foto: privat
"Wolfgang" und "Henning", die Neuen im Tennenloher Forst, beim Sprung aus dem Transporter Foto: privat

Die Przewalski-Hengste im Tennenloher Forst haben jetzt wieder Verstärkung

bekommen: Zwei Neuzugänge aus dem Zoo Cottbus wurden in diesen Tagen ins Naturschutzgebiet gebracht.

Von ihren neuen Herdenmitgliedern wurden die einjährigen Junghengste sehr freundlich in

Empfang genommen. Zusammen mit den älteren Pferden haben "Wolfgang" und "Henning" schon ausgiebig ihr neues Gehege erkundet, und werden sich in den nächsten Tagen sicher gut eingewöhnen. Der Alpha-Hengst "Galwan" hat die beiden scheinbar besonders ins Herz geschlossen und sie fürsorglich unter seine Fittiche genommen.

Die Junggesellen-Gruppe

In der Natur leben Przewalski-Pferde entweder in Harems- oder wie im Tennenloher Forst in sogenannten Junggesellen-Gruppen, die ausschließlich aus männlichen Tieren bestehen.

"Im Zoo kann man solche Junggesellen-Gruppen nur sehr eingeschränkt halten, denn die temperamentvollen Hengste brauchen viel Platz und die Möglichkeit, sich auch mal komplett aus dem Weg gehen zu können", erklärt Verena Fröhlich, die als Gebietsbetreuerin beim Landschaftspflegeverband auch für das Beweidungsprojekt zuständig ist.

Durch die Haltung einer Przewalski-Junggesellen-Gruppe leiste das Tennenloher Beweidungsprojekt einen wichtigen Beitrag und unterstütze die Zoos bei der Erhaltung dieser seltenen Tierart.

Noch keine Konkurrenz

Fröhlichs Gebietsbetreuer-Kollegin Wiebkea Bromisch erläutert: "Die Eingliederung von

Youngstern wie den beiden Cottbuser Hengsten in die Gruppe gelingt normalerweise ganz reibungslos. In diesem Alter sehen die alteingesessenen Hengste die Neuzugänge nicht als Konkurrenz, und nehmen sie sehr schnell in die Herde auf."

Nachdem in diesem Jahr bereits zwei ältere Tennenloher Hengste zur Zucht an den tschechischen Zoo Liberec und den Tiergarten Nürnberg abgegeben wurden, leben mit "Wolfgang" und "Henning" nun wieder insgesamt sieben Przewalski-Hengste im Tennenloher Forst.



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