Bamberg

Verstärkung für die Universität

Eine Professorin und zwei Professoren haben ihre neue Tätigkeit in Bamberg aufgenommen. Sie wollen in der Baudenkmalpflege, in der Slavistik und in der Wirtschaftsinformatik neue Akzente setzen - und freuen sich auf die Lebenskultur in der Stadt.
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Foto: Ronald Rinklef
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Drei neue Wissenschaftler sind seit Oktober 2018 an der Universität Bamberg tätig. Mit digitalen Geschäftsmodellen beschäftigt sich etwa Prof. Dr. Daniel Beimborn, der den Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Informationssystemmanagement, innehat. Neuer Professor für Restaurierungswissenschaft in der Baudenkmalpflege ist Dr. Paul Bellendorf, der Kunst- und Kulturgut erforscht. Und Prof. Dr. Sandra Birzer, Inhaberin des Lehrstuhls für Slavische Sprachwissenschaft, befasst sich mit Sprachen wie Russisch oder Polnisch. In Kurzinterviews stellen sie sich vor - woher sie kommen, wozu sie forschen und was sie in Bamberg noch erreichen möchten.

Prof. Dr. Paul Bellendorf

Wo sind Sie geboren und aufgewachsen?

Paul Bellendorf: Ich wurde in Erlangen geboren, aufgewachsen bin ich in Herzogenaurach und in Bamberg.

Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?

Ich wollte als Kind unbedingt Archäologe werden. Diesem Berufswunsch bin ich dann aber zugunsten der Naturwissenschaften entwachsen. Heute bin ich in der Lage, beide Neigungen zu verbinden: Naturwissenschaften und Denkmalpflege/Archäologie.

Was und wo haben Sie studiert? Wie lange?

Werkstoffwissenschaften in Erlangen, Denkmalpflege in Bamberg. In der Rückschau war die Studienlänge genau richtig.

Zu welchen Themen forschen Sie?

Zur Materialität von Kunst- und Kulturgut und dessen Veränderung.

Was war Ihr erster Eindruck von der Universität Bamberg?

Ein Studium der Denkmalpflege mitten im Welterbe: Das kann nur gut werden.

Was mögen Sie an der Stadt Bamberg?

Für einen kulturerbeaffinen Bierfranken ist die Stadt quasi das Paradies auf Erden: Bamberg vereinigt materielles und flüssiges Kulturgut.

Was möchten Sie in Bamberg unbedingt noch erreichen?

Beruflich gesehen möchte ich spannende interdisziplinäre Forschungsprojekte mit den Kolleginnen und Kollegen umsetzen. Und mein persönliches Ziel in Bamberg ist ein eigener Krug in der Stammkneipe. Aktuell kann ich mich aber noch nicht auf eine Lokalität festlegen.

Prof. Dr. Sandra Birzer

Wo sind Sie geboren und aufgewachsen?

Sandra Birzer: Ich wurde in Regensburg geboren und bin dort auch aufgewachsen.

Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?

Ich wollte Konditorin werden.

Was und wo haben Sie studiert? Wie lange?

Von 1998 bis 2005 habe ich in Regensburg und Sankt Petersburg Slavistik und Anglistik studiert.

Zu welchen Themen forschen Sie?

Einerseits zur Rolle von Sprachkontakt in der Entwicklungsgeschichte der slavischen Sprachen und andererseits zu den slavischen Sprachen als Herkunftssprachen im deutschsprachigen Raum.

Was war Ihr erster Eindruck von der Universität Bamberg?

Die historischen Gebäude verleihen der Universität ein besonderes Flair.

Was mögen Sie an der Stadt Bamberg?

Mir gefällt die Architektur. Schön ist auch, dass es eine Stadt am Fluss ist.

Was möchten Sie in Bamberg unbedingt noch erreichen?

Die Slavistik und ihre Forschungsergebnisse in die Stadt tragen.

Prof. Dr. Daniel Beimborn

Wo sind Sie geboren und aufgewachsen?

Daniel Beimborn: Ich bin in Darmstadt geboren und habe einen wesentlichen Teil meines bisherigen Lebens dort und in Frankfurt am Main verbracht.

Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?

Das ist schon lange her; wenn ich mich recht erinnere, dann habe ich schon damals mit der Wissenschaft geliebäugelt, allerdings eher mit den Naturwissenschaften, konkret dem Bereich Mikrobiologie.

Was und wo haben Sie studiert? Wie lange?

Studiert habe ich Wirtschaftswissenschaften mit den Schwerpunkten Wirtschaftsinformatik und Operations Research an der Goethe-Universität Frankfurt - tatsächlich in der vorgegebenen Regelstudienzeit.

Zu welchen Themen forschen Sie?

Meine Forschung beschäftigt sich unter anderem mit den organisatorischen und technischen Herausforderungen, denen sich Firmen im Kontext digitaler Innovationen gegenübersehen: Wie können Unternehmen erfolgreich und nachhaltig neue, digitale Geschäftsmodelle etablieren oder bestehende Geschäftsmodelle um digitale Komponenten erweitern?

Was war Ihr erster Eindruck von der Universität Bamberg?

Klein und überschaubar ... mein erster Eindruck liegt allerdings schon zwölf Jahre zurück, da ich für meine Habilitation schon einmal an der Universität Bamberg tätig war und sie damals, gerade hinsichtlich Studierendenzahlen, noch deutlich kleiner war als heute.

Was mögen Sie an der Stadt Bamberg?

An das Rauchbier muss ich mich immer noch gewöhnen, aber die generelle Lebenskultur in der "Genussregion" gefällt mir gut, genauso wie auch das musikalische Kulturangebot mit den Symphonikern.

Was möchten Sie in Bamberg unbedingt noch erreichen?

Neben vielen spannenden Herausforderungen in der Forschung möchte ich unseren Beitrag in der Lehre sichtbarer machen.

Wir haben an der Universität Bamberg einen der besten Wirtschaftsinformatik-Studiengänge des Landes - hier möchte ich mich einbringen, so dass wir auch international stärker als renommierter und attraktiver Standort für das Wirtschaftsinformatik-Studium wahrgenommen werden. red

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