Hesselbach

Verständnis für Schwächen

Der Besuch des Hesselbacher Nikolaus ist ein Fest für das ganze Dorf. Heuer war es ein längeres Vergnügen, weil noch mehr Kinder als sonst auf ihn warteten.
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Hannes und Jakob hörten dem Hesselbacher Nikolaus gut zu. Foto: Heike Schülein
Hannes und Jakob hörten dem Hesselbacher Nikolaus gut zu. Foto: Heike Schülein

Die Rollenverteilung ist klar: Einerseits ist da der liebe und gütige Nikolaus, der die Kinder für alles lobt, das sie im vergangenen Jahr gut gemacht haben. Und dann gibt es noch den Knecht Ruprecht, der schon mal die Rute schwingt oder fest mit seinen Stiefeln aufstampft, wenn der heilige Bischof aus seinem goldenen Buch die "Schandtaten" des Betreffenden vorliest. Mit ehrfürchtigem Blick stehen die Kinder an diesem regnerischen Winterabend vor dem "himmlischen Duo" am weihnachtlich geschmückten Ortsmittelpunkt Am Plan.

Seit über 40 Jahren findet am Nikolaustag in Hesselbach eine heimelige Feier mit Bescherung der Kinder statt. Dazu kommen längst auch viele Besucher aus anderen Gemeinden.

Viele brave Kinder bedeuten auch viele Geschenke. Und so waren der Heilige Mann und sein gestrenger Begleiter auf dem Anhänger eines Feuerwehrautos angereist. Unter den festlichen Klängen der Hesselbacher Musiker ließ sich das Duo am stimmungsvoll beleuchteten Dorfchristbaum nieder.

Immer wieder lobte der Heilige Mann die Jungen und Mädchen, die - nachdem ihr Name aufgerufen worden war - nach vorne traten, wie fleißig und artig sie doch seien. Besonders beliebt machten sich einige Kinder beim Nikolaus, als sie ihm selbst gemalte Bilder schenkten, ein Gedicht aufsagten oder dessen bereits umfangreiche Nukki-Sammlung erweiterten. Jede Menge "Pluspunkte" sammelten auch die Jungen und Mädchen, die Mitglieder der Hesselbacher Kinderfeuerwehr sind.

Der Nikolaus zeigte durchaus Verständnis für die kleinen Schwächen der Kinder, die im Großen und Ganzen richtig brav sind und ihren Eltern viel Freude bereiten. Zudem gelobten auch alle Getadelten - schuldbewusst dreinschauend - Besserung. Und so gab es auch für sie tolle Geschenke.

Gerne verweilten die Erwachsenen noch in geselliger Runde bei weihnachtlichen Köstlichkeiten, wobei erstmals auch die Glühweinhütte im Einsatz war.



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