Modschiedel

Versprechen abgerungen

Bürgermeister Dauer sprach die hohe Verschuldung Weismains an.
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Landrat Christian Meißner, Stefan Mayer und Emmy Zeulner beim Einzug ins Festzelt Foto: Roland Dietz
Landrat Christian Meißner, Stefan Mayer und Emmy Zeulner beim Einzug ins Festzelt Foto: Roland Dietz

Mit einem Treffen der CSU endeten die Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Modschiedel. Im Rahmen des "Polischen Sommers" präsentierte die CSU als Hauptredner den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Stefan Mayer.

Nach schleppendem Beginn und Einzug der heimischen Politikprominenz zum Frankenlied der Blaskapelle Modschiedel waren alle Organisatoren mit dem Besuch an diesem Sommerabend zufrieden. Der Kreisvorsitzende der CSU, Schirmherr Christian Meißner, erklärte eingangs, dass die CSU die "große Politik" auch in kleinere Orte bringe.

Neben den Antworten auf die Fragen der Gegenwart von Staatssekretär Stefan Mayer und Bundestagsabgeordneter Emmi Zeulner standen auch die Ausführungen des Weismainer Bürgermeisters Udo Dauer im Mittelpunkt. Es sei so, dass die Bürger vor Ort und im ländlichen Raum gewohnt seien, engagiert anzupacken, was dieses Fest wieder einmal überdeutlich gemacht habe, sagte Dauer. Dies setze einen Gemeinschaftsgeist voraus, auf den man stolz sein könne. Er klärte auf, dass Weismain bei einer Fläche von 90 km² 5000 Einwohner in 37 Ortsteilen besitzt, was die flächenmäßige Größe einer Stadt wie Würzburg mit 130 000 Einwohnern bedeute. Die Folge davon sei, dass Weismain die hohen Aufwendungen zur Schaffung und Unterhaltung der Infrastruktur finanziell nicht mehr schultern könne und deshalb eine Verschuldung von über 18 Millionen Euro aufweise. Wenn dann noch Investitionen von über 40 Millionen Euro ausstünden, werde dies die finanzielle Lage nicht verbessern. Dauer bat deshalb den Staatsminister, gleichwertige Lebensverhältnisse für derartige ländliche Lebensräume zu schaffen. Deshalb forderte der Bürgermeister weiterhin, das Thema kommunales Entschuldungsprogramm auf Bundesebene für Altschulden für Härtefallkommunen wie Weismain weiter zu verfolgen.

Innenstaatssekretär Stefan Mayer versprach, dass sich die CSU für die Entschuldung derartiger Gemeinden und Städte bei trifftigen Gründen einsetzen werde. Es dürften aber keine Kommunen bedacht werden, die über ihre Verhältnisse gelebt hätten. Schulen, Breitbandausbau und ärztliche Versorgung müssen ebenso wie in großen Metropolen gewährleistet sein. Es gelte daher auch, das gemeinschaftliche Zusammenleben wieder zu forcieren.

Mit dem Eintrag des Staatssekretärs ins goldene Buch der Stadt Weismain endete der politische Bierzeltabend offiziell.

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