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Seßlach

Versorgungszentrum ist fast fertig

Endspurt beim Ausbau des neuen Ärztehauses am Stadtrand. Im April können die Mieter einziehen.
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Platz für drei Praxen (zwei Arzt- und eine Physiotherapie-Praxis), eine Apotheke und sechs Wohnungen bietet das neue Ärztehaus, das am nordwestlichen Stadtrand von Seßlach entstanden ist. Derzeit laufen die letzten Ausbauarbeiten auf Hochtouren. Im April sollen sich hier erste Türen öffnen.
Platz für drei Praxen (zwei Arzt- und eine Physiotherapie-Praxis), eine Apotheke und sechs Wohnungen bietet das neue Ärztehaus, das am nordwestlichen Stadtrand von Seßlach entstanden ist. Derzeit laufen die letzten Ausbauarbeiten auf Hochtouren. Im April sollen sich hier erste Türen öffnen.

"Wann eröffnet denn das neue Ärztehaus?" Diese Frage ist in Seßlach derzeit häufig zu hören. Kein Wunder, sind die Bauarbeiten an dem großen Gebäudekomplex gleich neben dem Edeka-Markt doch sichtbar weit fortgeschritten. Die Antwort kennt Klaus Geiß-Hammelmann: Im März können am Ortseingang von Hattersdorf her kommend Ärzte, Apotheke und Physiotherapie einziehen. "Ab April können dann hier die Praxen besucht und Arzneien gekauft werden", sagt der Geschäftsführer der Geissmann Immobilien GmbH & Co KG, die 3,7 Millionen Euro in das Projekt investiert.

Dass sie nun endlich in die großzügigen und modernen Räumlichkeiten umziehen können, freut besonders die zukünftigen Mieter. Neben dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Seßlach des Klinikverbunds Regiomed, in dem die Ärzte Ingrid Löffler-Soriano und Reinhard Faßhauer praktizieren, werden auch die St.-Johannes-Apotheke von Inhaber Godfried Bobale und die Physiotherapie Andy Beland aus der Altstadt in den Neubau umsiedeln. Ursprünglich hatten sie die Eröffnung ihrer neuen Domizile bereits für den Oktober 2019 geplant. Doch verhinderten notwendige Überarbeitungen den rechtzeitigen Baubeginn. Statt im Frühjahr ging es erst im Herbst 2019 los. Dass es im Herbst klappte, sei auch Bürgermeister Maximilian Neeb (FW) und seinem Vorgänger Martin Mittag (CSU) zu verdanken, sagt Geiß-Hammelmann. Beide hätten zwischen Bauträger und Behörden vermittelt. Neeb nennt das Projekt einen "absoluten Gewinn" für die Stadt.

Aus zwei Gebäuden besteht der insgesamt 42 Meter lange und 13 Meter breite Komplex. Die jeweils zehn Meter hohen Teile beherbergen drei Geschosse und sind über einen Aufzug verbunden, so dass alle Einheiten barrierefrei zugänglich sind. Versorgt wird der Neubau durch moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen. Damit das imposante Gebäude nicht so dominant wirkt, werden über den Parkplatz verteilt gerade Bäume gepflanzt.

Wünsche der zukünftigen Mieter wurden mit berücksichtigt. So erleichtert das mit 220 Quadratmetern komfortable MVZ den Allgemeinmedizinern nicht nur das Arbeiten, es ermöglicht Löffler-Soriano obendrein die ambulante Weiterbildung von Hausärzten. Mit doppelt so viel Raum wie in seiner bisherigen Praxis kann Physiotherapeut Beland nun auch Gerätetraining anbieten. "Ein Projekt mit Zukunft", zeigt sich der Gossenberger überzeugt.

Als Bauträgergesellschaft hat sich Geissmann Immobilien auf die Planung und Vermietung von Mehrfamilienwohn- und Ärztehäusern spezialisiert. Für Gesellschafter Manfred Geiß bietet das Seßlacher Projekt eine weitere berufliche Perspektive: Nach seinem für diesen Jahr angestrebten Abschluss möchte der angehende Mediziner in Seßlach seine Facharztausbildung absolvieren. Dafür ist im neuen Ärztehaus eine Praxis reserviert, für die Geiß derzeit noch einen Partner sucht.

Die Investoren sehen in dem neuen Ärztehaus nicht allein einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der medizinischen Versorgung. Gerade die Kombination zwischen Nahversorger, Gastronomie (im wieder eröffneten "Alten Bahnhof"), Apotheke, MVZ und weiteren Praxen soll über die Stadt hinaus Patienten wie Kunden anziehen und so die Attraktivität Seßlachs erhöhen. Mit 1600 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie einem Café mit Snackbar punktet der Edeka-Markt. Auch zwei Ladenlokale, von denen eines bereits eine Logopädie-Praxis beherbergt, gehören zum ursprünglichen Komplex. Mit deren vier und den sechs neuen Einheiten stehen hier am Stadtrand mit Blick auf die idyllischen Rodach-Auen nun zehn Wohnungen zur Verfügung. Anders als in der beengten Altstadt mangelt es hier nicht an Parkmöglichkeiten. Die bessere Erreichbarkeit gab letztendlich für Pharmazeut Bobale den Ausschlag zum Umzug: Er freut sich schon darauf, dass seine Kunden zukünftig nicht mehr gestresst in die Apotheke kommen. Lange muss er darauf nicht mehr warten.

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