Schwarzach bei Kulmbach
leserbrief

Versehen, Absicht oder Strategie der Raiffeisenbank?

Zum Artikel "Geschäftsstelle ,mit Gewinn verkauft'" (BR vom 5. April) wird uns geschrieben: "Das Interesse der Mitglieder der Raiffeisenbank Obermain, sich aus erster Hand informieren zu lassen, war v...
Artikel drucken Artikel einbetten

Zum Artikel "Geschäftsstelle ,mit Gewinn verkauft'" (BR vom 5. April) wird uns geschrieben: "Das Interesse der Mitglieder der Raiffeisenbank Obermain, sich aus erster Hand informieren zu lassen, war verhalten" - so beginnt der Artikel in der Bayerischen Rundschau zur Generalversammlung der Raiffeisenbank Obermain in Schwarzach. Dies ist aber kein Wunder, sondern geradezu sehr gut verständlich, wenn man weiß, dass die schriftliche Einladung zu obiger Versammlung erst am selbigen Tag von der Post zugestellt wurde. Ich hatte meine Einladung gegen 14 Uhr im Briefkasten.

Ein Versehen? Absicht? Oder Strategie, um sich vor zu vielen allzu kritischen Teilnehmern zu schützen, die nicht vergessen haben, dass die Filiale Schwarzach gegen den Bürgerwillen Ende Juni vergangenen Jahres geschlossen wurde.

So kann man schon verwundert sein, dass Aufsichtsratmitglied Günter Knorr zwar auf das für die Raiffeisenbank "schwierige Thema der Filialschießungen" hinweist, wie schwierig dies jedoch für die Kontoinhaber in Schwarzach ist, wird leider wieder einmal nicht erwähnt. "Aber wir sind bewusst in der Region vernetzt", so Knorr, der damit die höheren Kosten der Geldinstitute, die vor Ort auf Service setzen, begründet, aber sich gleichzeitig aus der Region zurückzieht und für die Hauptstelle lieber in einen Prunkbau investiert.

Unter Bürgernähe verstehe ich etwas völlig anderes.

Wolfgang Pöpperl

Mainleus

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren