Herzogenaurach
Adventskalender

Verrauchte Jazz-Spelunken-Stimmung mit Opernhaus-Flair zum Advent

Bei fast frühlingshaften Temperaturen ging es auf der Bühne am Marktplatz beim Öffnen des 14. Adventstürchens weihnachtlich beschwingt einher. Am Geburtstag des großen Astrologen Michel de Nostredame ...
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Hildegard Pohl wird von Yogo Pausch am Schlagzeug und dem Kontrabassisten Norbert Meyer-Venus eingerahmt. Die drei boten ein weihnachtliches Jazz-Potpourri vom Feinsten an.  Foto: Claudia Hessek
Hildegard Pohl wird von Yogo Pausch am Schlagzeug und dem Kontrabassisten Norbert Meyer-Venus eingerahmt. Die drei boten ein weihnachtliches Jazz-Potpourri vom Feinsten an. Foto: Claudia Hessek

Bei fast frühlingshaften Temperaturen ging es auf der Bühne am Marktplatz beim Öffnen des 14. Adventstürchens weihnachtlich beschwingt einher. Am Geburtstag des großen Astrologen Michel de Nostredame - latinisiert und bekannter unter dem Namen Nostradamus - war auch ohne seherische Fähigkeiten klar, es geht zügig auf Weihnachten zu, auch wenn sich die ersten Schneeflocken bereits wieder verflüssigt haben. Das Hildegard-Pohl-Trio verdeutlichte dies musikalisch auf den Brettern, die in Herzogenaurach zumindest die Weihnachtswelt bedeuten, beim lebendigen Adventskalender.

Pohl ist eine überregional bekannte Konzert- und Swing-Pianistin aus Nürnberg. Mit Yogo Pausch am Schlagzeug und dem Kontrabassisten Norbert Meyer-Venus bildet sie das nach ihr benannte Trio. Die Mischung aus Swing, Jazz und Klassik lässt selbst beim Open-Air-Konzert eine verrauchte Jazz-Spelunken-Stimmung mit Opernhaus Flair aufkommen. Nur die stetig kälter werdenden Füße erinnern an die Vorweihnachtszeit. Spontan wurden die swingenden Weihnachtsklassiker vom Publikum mitgesungen. Die jüngeren Besucher tanzten vor der Bühne und durften sich sogar Lieder wünschen. Ella, fünf Jahre, sprach sicher allen Kindern aus dem Herzen: "Jetzt wird es aber Zeit, dass heilig Abend kommt und das Christkind die Geschenke bringt!"

Kongenial bilden Pausch und Meyer-Venus eine solide Rhythmusbasis, auf die Pohl am Piano das melodische Sahnehäubchen aufsetzt. Santa Claus kommt in Begleitung von Beethoven in die Stadt, Nussknacker marschieren verjazzt aus den Lautsprechern der Bühne und der Tannenbaum verstrickt sich in einen Tango. Eine wilde Mischung, die zu geteilten Meinungen führt. "Ich werde auf jeden Fall nächstes Jahr ein Konzert besuchen, um mehr von diesen tollen Musikern zu hören", war von einer Zuhörerin zu hören. Musikalisch sind diesem Trio keine Grenzen gesetzt.

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