Sonnefeld

Verletzte Personen schnell gefunden

Rettungshunde und Hundeführer legten kürzlich die Rettungshundeprüfung ab. Der jährliche Test ist Voraussetzung dafür, dass die Hundestaffel des BRK bei Bedarf Leben retten kann.
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Hundeführer Daniel Lorz hat mit seinem Hund "Scooby" die gesuchte Person, Steve Schwarze, gefunden. Foto: Michael Stelzner
Hundeführer Daniel Lorz hat mit seinem Hund "Scooby" die gesuchte Person, Steve Schwarze, gefunden. Foto: Michael Stelzner

Rettungshunde sind in unserer heutigen Zeit sehr wichtig und notwendig. Denn ein Rettungshund kann zusammen mit seinem Hundeführer, im Team eine große Fläche innerhalb kürzester Zeit intensiv, ohne einen großen Personalaufwand absuchen. Dadurch können relativ schnell vermisste und verletzte Personen gefunden und Leben gerettet werden.

Über Leitstelle alarmiert

Dabei leisten die Vierbeiner wahre Schwerstarbeit. Bei vielen Einsätzen im Coburger Land wurden vermisste Personen gefunden und damit gerettet. Über die integrierten Leitstellen werden Hundestaffeln bei Bedarf alarmiert und können innerhalb kürzester Zeit am Einsatzort mit der Suche beginnen. Gemäß dem Motto der BRK Hundestaffeln in Bayern "Suchen - Retten- Helfen".

Unter diesem Motto stand auch die Rettungshundeprüfung in Sonnefeld, die kürzlich auf dem Sportgelände des TSV Sonnefeld stattfand und an der sich 26 Teams aus den BRK-Rettungshundestaffeln aus ganz Bayern beteiligten. Das Ziel war es, die Plakette als Rettungshund zu erhalten.

Viel Training

Diese Prüfung unter den kritischen Augen erfahrener Prüfer müssen Hundeführer und Hunde alle zwei Jahre neu ablegen, um als Rettungshunde und Hundeführer eingesetzt werden zu können. Um diese Prüfung als Rettungshund zu bestehen, ist im Vorfeld viel Training nötig. Das Training mit dem Hund beginnt bereits in seinem ersten Lebensjahr. Wie Daniel Lorz, der Leiter der BRK-Hundestaffel Coburg betonte, eignet sich fast jeder Hund als Rettungshund. Dabei ist die Rasse total egal. Er muss nur einige Voraussetzungen erfüllen, zu denen vor allem Wesensfestigkeit und die Freundlichkeit gegenüber Menschen gehören.

Aber auch der Hundeführer muss ständig mit seinem Hund trainieren und dafür sehr viel Freizeit für sein Hobby opfern. Bei der Prüfung ist nicht nur der Hund, sondern auch sein Hundeführer gefordert.

In einem Fragebogen muss er sein Wissen im Bereich "Hund und medizinische Hilfe" nachweisen. Deshalb haben alle Hundeführer auch eine Sanitätsausbildung absolviert. Weiterhin werden auch die Unterordnung sowie der Gehorsam des Hundes geprüft.

Flächensuche

Hauptbestandteil ist allerdings die Flächensuche, die im Staatsforst bei Neustadt und Neershof auf rund 30 000 Quadratmetern stattfand. Dabei mussten zwei Personen vom Hund und von seinem Hundeführer innerhalb von 20 Minuten gesucht und gefunden werden. Der Hund musste durch Bellen dem Hundeführer anzeigen, dass er die gesuchte Person gefunden hat.

Dabei leisten der Vierbeiner, aber auch sein Hundeführer wahre Schwerstarbeit. Nach dem Auffinden hat der Hundeführer die Aufgabe, die gefundene, eventuell verletzte Person medizinisch erstzuversorgen. Außerdem muss der Hundeführer der Leitstelle und dem Rettungsdienst Hinweise auf den genauen Standort des Verletzten geben können und damit eine eventuelle schnelle notärztliche Versorgung und einen Abtransport ermöglichen. Natürlich gab es nach der erfolgreichen Suche ein kleines "Leckerli" für die Vierbeiner.

Viel Lob

Die Prüfung für die Hundeführer wurde von der Hundestaffel des BRK Coburg organisiert und erhielt von den Teilnehmern aus Bayern viel Lob.

Informationen über die Hundestaffel des BRK Coburg findet man bei Facebook unter BRK-Hundestaffel Coburg.

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