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Neustadt an der Aisch
Beleuchtungsaktion

Verkehrsteilnehmer sollen in der dunklen Jahreszeit besser sichtbar sein

Im Monat Oktober findet die 63. "Internationale Beleuchtungsaktion" statt. Nicht ohne Grund wird diese alljährlich stattfindende Aktion auch seitens der Polizei unterstützt. Und in wenigen Wochen ende...
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Radfahrer sollten jetzt frühzeitig an ihrem Rad das Licht einschalten.  Foto: Christian Licha/Archiv, gemalt von Lina
Radfahrer sollten jetzt frühzeitig an ihrem Rad das Licht einschalten. Foto: Christian Licha/Archiv, gemalt von Lina

Im Monat Oktober findet die 63. "Internationale Beleuchtungsaktion" statt. Nicht ohne Grund wird diese alljährlich stattfindende Aktion auch seitens der Polizei unterstützt. Und in wenigen Wochen endet die Sommerzeit. Morgens ist es ja bereits dunkel, wenn sich viele Pendler im östlichen Landkreis auf den Weg in die Arbeit machen. Und abends, auf ihrer Heimfahrt, bricht dann die Nacht schon früher herein.

Aus Gründen der Verkehrssicherheit ist es deshalb insbesondere in den kommenden Herbst- und Wintermonaten unerlässlich, gut zu sehen und selbst gesehen zu werden. Kraftfahrer und Berufspendler müssen sich jetzt wieder auf die widrigen Witterungs- und Lichtverhältnisse einstellen, sich an die ungewohnte Umgebung im Verkehrsraum, aber auch an Sichtbehinderungen durch Nebel, Nieselregen und Regenschauer gewöhnen.

"Die Polizeiinspektion Neustadt setzt ab Anfang Oktober im Rahmen der üblichen Verkehrskontrollen einen ihrer Schwerpunkte auf die Überprüfung der lichttechnischen Einrichtungen. Landwirtschaftliche Fahrzeuge, Zugmaschinen mit Anhängern und Anbaugeräten bleiben nicht ausgenommen und werden ebenfalls auf die ordnungsgemäße Anbringung und Funktion der Beleuchtung sowie von vorgeschriebenen Sicherungseinrichtungen hin überprüft", so Polizeihauptkommissar Thomas Klein, stellvertretender Leiter der Inspektion. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei insbesondere Fahrzeugen, an denen kein aktueller Aufkleber der Beleuchtungsaktion "Lichttest 2019" der Kfz-Fachbetriebe angebracht ist.

Im Rahmen der "Internationalen Beleuchtungsaktion" bittet er deshalb darum, insbesondere in der Dämmerung bereits frühzeitig das Fahrlicht des Kraftfahrzeuges einzuschalten. "Dies nicht nur, um selbst besser zu sehen, sondern hauptsächlich auch, um von anderen Verkehrsteilnehmern besser erkannt zu werden", wie er meint. "Die Beleuchtungseinrichtungen dürfen nicht verdeckt oder verschmutzt sein, weshalb man beispielsweise beim Tanken auch einmal daran denken sollte, die Beleuchtung an seinem Fahrzeug zu reinigen", rät der Ordnungshüter.

Gerade in den ländlichen Bereichen wird diese gesetzliche Vorschrift häufig außer Acht gelassen. Immer wieder fallen in den vergangenen Tagen und Wochen auch Kraftfahrzeuge auf, bei denen Nebelscheinwerfer oder -schlussleuchten missbräuchlich eingeschaltet sind und andere unnötig blenden oder stören. "Nebelscheinwerfer dürfen nur bei Nebel, Schneefall oder Regen eingeschaltet werden, Nebelschlussleuchten nur dann, wenn durch Nebel die Sichtweite weniger als 50 Meter beträgt", so Klein. Er appelliert deshalb an die Kraftfahrer, dies auch zu beachten. Ansonsten werde man nämlich gegebenenfalls zur Kasse gebeten.

Licht am Mountainbike

Aber auch die Radfahrer sollen in den kommenden Wochen und Monaten ihren Beitrag zur eigenen Sicherheit leisten. So empfiehlt der Polizeihauptkommissar, bereits frühzeitig bei Dämmerung das Licht am Rad einzuschalten. Was vielen unbekannt ist: "Auch Mountainbikes müssen mit lichttechnischen Einrichtungen ausgerüstet sein, wenn sie im öffentlichen Verkehrsraum bewegt werden", erläutert Klein. "Und die Beleuchtung an Rädern muss selbstverständlich funktionieren." Letztlich sollen Fußgänger und Eltern von Kindern daran denken, dass gerade in dem kommenden Monaten auffällige, helle oder gar reflektierende Kleidung hilfreich sein kann, um so von Kraftfahrern bereits frühzeitig wahrgenommen zu werden. Die Polizei Neustadt hat dies bereits im Zusammenhang mit dem Schulanfang 2019 vor wenigen Wochen thematisiert.

Und für Hundebesitzer hat er noch eine spezielle Empfehlung parat: "Auch wenn es keine gesetzliche Vorschrift gibt, die eine reflektierende Hundeleine, ein reflektierendes Halsband oder Hundegeschirr vorschreibt oder gar deren Beleuchtung: Denken Sie einmal darüber nach, wie Sie und Ihr Tier bei Dunkelheit wahrgenommen werden. Für Radfahrer kann sich so schnell ein überraschendes Hindernis auf der Fahrt ergeben. Wenn der Radler dann stürzt, kann dies für den Hundeführer ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen Fahrlässiger Körperverletzung bedeuten!"

Auch die Neustädter Polizei begleitet diese Aktion und kündigt für die kommenden Wochen verstärkt Kontrollen der Fahrzeugbeleuchtung an. red

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