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Haßfurt

Verkehrsregeln gelten für alle

Zwei Polizisten informierten Zugewanderte in Haßfurt über die Sicherheit auf den Straßen.
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Dominique Heim (links) und Matthias Krapf (rechts) vermittelten anschaulich die Verkehrsregeln.  Foto: cl
Dominique Heim (links) und Matthias Krapf (rechts) vermittelten anschaulich die Verkehrsregeln. Foto: cl

Viele Verkehrszeichen sind in fremden Ländern anders als in Deutschland. Auch die Führerscheinprüfung und der Radverkehr unterscheiden sich. Genau diese Themen standen dieser Tage im Mittelpunkt eines Vortrages zur Verkehrssicherheit für Neuzugewanderte im Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken.

Matthias Krapf und Dominique Heim, die beiden Verkehrserzieher der Polizeiinspektion Haßfurt, gaben den zehn Teilnehmern einen umfangreichen Einblick in die Regeln des Straßenverkehrs für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer. Auch Besonderheiten wie zum Beispiel der "tote Winkel" oder das Verhalten im Kreisverkehr wurden behandelt.

In Zusammenarbeit

Diese Veranstaltung war Teil eines Projektes der Haßberg-Kliniken in Zusammenarbeit mit der Bildungskoordination für Neuzugewanderte. Der Pflegedienstleiter Michael Weiß-Gehring hatte 2018 das Projekt ins Leben gerufen und dessen Leitung im August dieses Jahres an die Beauftragte für die Integration neu zugewanderter Pflegekräfte, Bozena Matusiewicz-Miener, übertragen. Ebenso wirkt die Bildungskoordinatorin Natalia Gnoth unterstützend mit. In dem Projekt werden 15 Arbeitskräfte der Häuser Haßfurt und Ebern betreut, die ursprünglich aus Afghanistan, Kuba, Syrien, Äthiopien, Peru und vielen anderen Ländern kommen. Die Frauen und Männer haben alle eine Festanstellung bei den Haßberg-Kliniken und werden als Pflegekräfte in Fachbereichen wie beispielsweise Akutgeriatrie, Gynäkologie und Anästhesie oder als Servicekräfte eingesetzt.

Sonderveranstaltungen

Drei Mal in der Woche unterrichtet Sprachdozentin Monika Hoffmann, um die Deutschkenntnisse weiter auszubauen. Alle drei Monate finden Sonderveranstaltungen zu Themen wie Hygiene, Demenz oder wie jetzt zur Verkehrssicherheit statt.

Der Vorstandsvorsitzende des Kommunalunternehmens Haßberg-Kliniken, Stephan Kolck, ist stolz auf dieses Teamwork in den Haßberg-Kliniken, das die Integration und Eingliederung der neuen Mitarbeiter unterstützt.

Die Kenntnisse aufgefrischt

Seit neun Monaten ist zum Beispiel Guillermo Sánchez aus Haßfurt als Servicekraft in der Akutgeriatrie angestellt. Der geborene Kubaner ist seit einigen Jahren in Deutschland und ihm gefallen seine Arbeit und der Umgang mit Menschen. Mit den deutschen Verkehrsregeln kenne er sich schon gut aus, und er fand den Vortrag der beiden Polizisten hervorragend, um seine Kenntnisse aufzufrischen und zu vertiefen. Momentan nimmt Sánchez hauptsächlich als Fahrradfahrer am Straßenverkehr teil, möchte jedoch in der Zukunft den Führerschein machen, den man seiner Meinung nach braucht, um in einem Flächenlandkreis wie dem Kreis Haßberge unabhängig und für den Arbeitsmarkt flexibel zu sein.

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