Lichtenfels

Vergangenes wird lebendig

Der Internationale Museumstag ermöglicht viele, zum Teil kostenfreie, Einblicke.
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Der Burgkunstadter Judenfriedhof Foto: Andrea Göldner
Der Burgkunstadter Judenfriedhof Foto: Andrea Göldner

Am Sonntag, 19. Mai, steht der Internationale Museumstag im Kalender. Den Museen im Landkreis Lichtenfels ist dieser Tag ein willkommener Anlass, um sich mit besonderen Veranstaltungen und Aktionen zu präsentieren.

In Altenkunstadt öffnet das Museum in der ehemaligen Synagoge (Judenhof 3) von 14 bis 17 Uhr. Die Interessengemeinschaft Synagoge lädt ein, das jüdische Leben am Obermain zu entdecken. Die Dauerausstellung, die Auskunft über 700 Jahre jüdisches Leben und Wirken in der Region gibt, ist hierfür bestens geeignet. Darüber hinaus informiert die Ausstellung über das Schulwesen und die Selbstverwaltung der jüdischen Gemeinde. Ein weiterer Schwerpunkt der Sammlung sind originale Kultgegenstände.

Im Museum der Stadt Bad Staffelstein (Kirchgasse 16) ist von 14 bis 17 Uhr die Sonderausstellung "Sensibilität siegt! Der Bildhauer Georg Schleicher (1893-1976), eine künstlerische Gratwanderung Mitte des 20. Jahrhunderts" zu sehen. Zusätzlich können Besucher Restaurator Clemens Muth über die Schulter schauen, der im Rahmen einer lebenden Werkstätte Arbeiten an den beiden Skulpturen "Stengel-Madonna" und "Hl. Kunigunde" der Kultur-Initiative Bad Staffelstein vorführen wird. Museumsleiterin Adelheid Waschka bietet um 16 Uhr eine Führung durch die Sonderausstellung an.

Einen kulturellen Nachmittag kann man auch auf Kloster Banz verbringen, wo um 14 Uhr eine Führung durch das Museum Kloster Banz und die Klosteranlage beginnt. Während des Rundgangs, der etwa 75 Minuten dauert, werden die historischen Räume des Klosters und das Museum besichtigt. Die Gebühr für die Führung beträgt 4,50 Euro pro Person bzw. 3,50 Euro für Personen mit Kurkarte.

Das Deutsche Schustermuseum in Burgkunstadt ist momentan wegen Umbaus geschlossen und kann deshalb nicht besichtigt werden. Interessierte können stattdessen an einer Führung auf dem jüdischen Friedhof am Ebnether Berg teilnehmen, die um 14 Uhr beginnt.

Im Stadtmuseum Lichtenfels findet am Internationalen Museumstag die Sonderausstellung "Der Bahnhof Lichtenfels im Wandel der Zeit" mit "Lustigen Geschichten rund um den Lichtenfelser Bahnhof" ihren Abschluss. Exponate und Bilder, die Lichtenfels als Eisenbahnknotenpunkt dokumentieren und die Veränderungen im und um den Bahnhof zeigen, sind an diesem Tag ein letztes Mal zu sehen. Die Finissage beginnt um 15 Uhr im Stadtmuseum (Bamberger Straße 3a), das am Sonntag von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden kann. Der Eintritt ist an diesem Tag frei.

In Klosterlangheim freut sich das Heimatmuseum (Abt-Mösinger-Straße 4) ebenfalls zwischen 14 und 17 Uhr über viele Besucher. Besonderes Ausstellungsstück ist an diesem Tag ein "Heimatschatz": Gezeigt wird die Grabplatte der Barbara von Schaumberg, die beim bayerischen Wettbewerb "100 Heimatschätze" einen Preis gewonnen hat. Eintritt frei!

Lebende Werkstätten

Im Reigen der Landkreis-Museen darf das Deutsche Korbmuseum in Michelau (Bismarckstraße 4) nicht fehlen. Geöffnet ist es von 10 bis 16.30 Uhr, und am Internationalen Museumstag ist der Eintritt frei. Ein besonderes Angebot sind die Lebenden Werkstätten: Von 13.30 bis 16.30 Uhr können Besucher beim Flechten zusehen und das Entstehen von Korbwaren hautnah erleben. Außerdem ist im Museum die Sonderausstellung "FEINgeflochten. Die Sammlung des Fachschuldirektors Ernst Schmidt" zu sehen. Ernst Schmidt war von 1967 bis zu seinem Tod 1973 Direktor der Staatlichen Fachschule für Flechterei in Lichtenfels. Dort hatte er die Möglichkeit, ganz besondere Stücke zu sammeln, die im letzten Jahr durch Stiftungen ins Deutsche Korbmuseum gelangten. Eine Auswahl der besonders fein geflochtenen Körbe stellt die aktuelle Wechselausstellung vor.

Auch das Weismainer Nordjura-Museum (Kirchplatz 7) ist geöffnet: Von 14 bis 17 Uhr steht die Dauerausstellung allen Interessierten bei freiem Eintritt offen. Eine kostenlose Führung durch die Sammlung mit Museumsleiterin Andrea Göldner beginnt um 16 Uhr. red

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