Sonnefeld
sonnefeld.inFranken.de  In der Kleiderkammer, die der Marienverein Sonnefeld betreibt, wird es zu eng.

Verein wartet auf neue Unterkunft

Nicht ans Christkind, sondern an den Bürgermeister und den Gemeinderat richtete die Vorsitzende Hannelore Förster bei der Hauptversammlung des Marienvereins ihren Weihnachtswunschzettel. Seit Amtsüber...
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Im Zeichen des Advents nahmen diese Mitglieder Auszeichnungen und Urkunden für langjährige Treue in Empfang. Inge Kurz (Neunte von links) wurde von Hannelore Förster (Zweite von rechts) für sechs Jahrzehnte Treue und ehrenamtliche Mitarbeit geehrt.  Foto: Klaus Oelzner
Im Zeichen des Advents nahmen diese Mitglieder Auszeichnungen und Urkunden für langjährige Treue in Empfang. Inge Kurz (Neunte von links) wurde von Hannelore Förster (Zweite von rechts) für sechs Jahrzehnte Treue und ehrenamtliche Mitarbeit geehrt. Foto: Klaus Oelzner

Nicht ans Christkind, sondern an den Bürgermeister und den Gemeinderat richtete die Vorsitzende Hannelore Förster bei der Hauptversammlung des Marienvereins ihren Weihnachtswunschzettel. Seit Amtsübernahme vor inzwischen 14 Jahren weist Förster auf die beengten Raumverhältnisse in der Kleiderkammer hin, ohne positive Veränderungen erkennen zu können - und das trotz steigenden Aufkommens. Die vom Marienverein betreute Kleiderkammer ist im Kellergeschoss des Rathauses (Förster: "Es modert weiterhin") untergebracht und kann 2019 auf ihr 30-jähriges Bestehen zurückblicken. "Unser an jedem zweiten Donnerstag eines Monats ehrenamtlich tätiges Team könnte dringend Unterstützung gebrauchen", informierte die Vorsitzende weiter.

Im Jahresbericht erinnerte Förster an den Helferinneneinsatz bei vier BRK-Blutspendeterminen (der nächste findet am Donnerstag, 13. Dezember, in der Domänenhalle statt) sowie an die Gästebewirtung zusammen mit der BRK-Bereitschaft anlässlich des kommunalen Ehrungsabends. Der Jahresausflug führte über die bayerisch-thüringische Landesgrenze hinweg nach Judenbach, wo eine Ausstellung mechanischer Spielzeuge Kindheitserinnerungen weckte. In der Glasbläserstadt Lauscha verzauberte das vielfältige Angebot filigraner Weihnachtsdeko. Ein erwarteter Leistungsbericht der mit elf Aktiven besetzten BRK-Sozialstation musste entfallen, nachdem die verantwortliche Leiterin zum Patienteneinsatz gerufen worden war.

"Das Gesamtkonzept des Marienvereins passt", lobte Bürgermeister Michael Keilich, als er im Grußwort die aufopferungsvolle Arbeit im Sozialbereich würdigte. Die kritischen Worte zum Thema Kleiderkammer konterte er mit einem Verweis auf die bislang vergebliche Suche nach einem geeigneteren Standort. Er sagte aber auch, dass sich etwas ergeben könnte im Zusammenhang mit der bevorstehenden Generalsanierung der Klosterschule.

Besinnliche Worte zur Bedeutung der Advents- und Vorweihnachtszeit sprach Pfarrer Dirk Acksteiner an und würdigte die segensreichen Einrichtungen von BRK-Sozialstation und Marienverein. In Kurzform ließ Chronistin Rita Ernst das Jahr Revue passieren.Der Hauptkassier des Marienvereins, Zweiter Bürgermeister Claus Höcherich, berichtete von einem erfreulichen Spendenaufkommen. Die Zahl der Mitglieder betrage 375 (im Vorjahr 398), sagte er und zitierte aus einem Zeitungsbericht, der anlässlich der Hauptversammlung erschienen war. Darin waren 5000 Hausbesuche der einzigen Gemeindeschwester lobend dokumentiert. In Bezug auf die Stellung der Rotkreuz-Organisation gab es in dem Bericht die Aufforderung: "Jede Deutsche Frau sollte der Organisation angehören". Für die Übersetzung mehrerer historischer Dokumente in die heute gebräuchliche Schriftart sucht Höcherich freiwillige Unterstützer. Vor dem Übergang zum adventlichen Teil standen Auszeichnungen für Mitglieder für von 25 bis 60 Jahre reichende Treue an. Den schon traditionellen Abschluss bildete der Bildbericht des Bürgermeisters . Klaus Oelzner

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