Altenkunstadt
altenkunstadt.inFranken.de  Zahlreiche Ehrungen standen im Mittelpunkt der Kommandantenversammlung.

Verdiente Feuerwehrleute ausgezeichnet

Die Kommandantenversammlung im Feuerwehrgerätehaus bot für die freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde eine gute Gelegenheit zu einem Rückblick auf das Feuerwehrjahr. Während Kommandant Marco Weidner di...
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Langjährige und verdiente Feuerwehrkameraden der Wehren aus der Gemeinde Altenkunstadt wurden für ihre 25-jährige und 40-jährige Dienstzeit geehrt, ebenso die aus ihren Führungspositionen ausgeschiedenen Mitglieder. Das Bild zeigt sie mit Vertretern des Landkreises, Stellvertretendem Landrat Helmut Fischer, Bürgermeister Robert Hümmer sowie den Mitgliedern der Kreisbrandinspektion und den Führungskräften der Altenkunstadter Wehren. Foto: Dieter Radziej
Langjährige und verdiente Feuerwehrkameraden der Wehren aus der Gemeinde Altenkunstadt wurden für ihre 25-jährige und 40-jährige Dienstzeit geehrt, ebenso die aus ihren Führungspositionen ausgeschiedenen Mitglieder. Das Bild zeigt sie mit Vertretern des Landkreises, Stellvertretendem Landrat Helmut Fischer, Bürgermeister Robert Hümmer sowie den Mitgliedern der Kreisbrandinspektion und den Führungskräften der Altenkunstadter Wehren. Foto: Dieter Radziej

Die Kommandantenversammlung im Feuerwehrgerätehaus bot für die freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde eine gute Gelegenheit zu einem Rückblick auf das Feuerwehrjahr. Während Kommandant Marco Weidner die Einsätze im Detail aufzeigte, dankte Bürgermeister Robert Hümmer allen Feuerwehrdienstleistenden und den Führungskräften für ihre Tätigkeit.

Es werde täglich schwerer, Frauen und Männer zu finden, die ihre Freizeit für die Allgemeinheit opfern und eigene Interessen hinten anstellen, erklärte Hümmer. Deshalb biete die Kommandantenversammlung einen geeigneten Anlass, um denjenigen zu danken, die ihren Dienst an der Heimat und für deren Mitmenschen verrichten.

Nachwuchsgewinnung wichtig

Um die freiwilligen Feuerwehren auch zukunftsfähig zu machen, sei auch die Nachwuchsgewinnung wichtig, gab der Bürgermeister allen Führungskräften zu bedenken. Der hohe Stellenwert, den die Feuerwehren in der Gemeinde Altenkunstadt einnähmen, lasse sich auch daran ermessen, dass 2019 im Haushalt 270 000 Euro eingestellt worden seien. Die Anschaffungen und technische Ausstattung seien aber nur die eine Seite der Feuerwehrarbeit; genauso wichtig müsse auch der Dienst derjenigen empfunden werden, die diese Fahrzeuge und Gerätschaften bedienen. Auch in Zukunft, versprach Bürgermeister Hümmer, werde die Gemeinde ihren Anteil dazu beitragen, dass die Feuerwehren mit der entsprechenden Ausstattung weiterhin leistungsfähig und einsatzfähig bleiben.

In detaillierter Form ging der Kommandant der Stützpunktwehr von Altenkunstadt, Marco Weidner, auf das Einsatzgeschehen des vergangenen Jahres ein und konnte dabei auf 99 der unterschiedlichsten Einsätze, davon 34 Brände und 23 technische Hilfeleistungen sowie fünf Abc-Alarmierungen, hinweisen. Somit sei alle 3,7 Tage eine der Wehren gefordert gewesen. Die Feuerwehrbilanz enthielt dabei den einfachen Zimmer- und Kaminbrand und reichte über Wohnhaus- und Scheunenbrand, Einsätze an Industriegebäuden, Leichenbergungen und Ölunfälle bis hin zur Vermisstensuche. Die anhaltende Trockenheit führte dazu, dass die Feuerwehren mehrfach auch bei Freiflächen- und Waldbränden gefordert waren.

Leistungsprüfungen bestanden

Kommandant Weidner würdigte auch die erfolgreich abgelegten Leistungsprüfungen bei den Wehren von Burkheim, Altenkunstadt und Pfaffendorf, verwies auf die gut funktionierende Alarmierungseinheit und bat darum, die Ausbildungsveranstaltungen und Lehrgänge zu nutzen. In Anbetracht der Wintermonate sollte bei allen Ortswehren das Augenmerk auch den Hydranten und Pumpen gelten, wobei Weidner auf die Ersatzbeschaffung einer Tragkraftspritze für die Wehr von Baiersdorf und den bevorstehenden Neubau des Feuerwehrgerätehauses mit der Anschaffung des Tragkraftspritzenfahrzeuges, beides bei der Wehr in Woffendorf, verwies.

Nachdem die Ersatzbeschaffungen für das neue Feuerwehrjahr erledigt waren, wurden unter der Regie des zuständigen Kreisbrandmeisters Michael Kannengießer als Delegierte für die Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes die Mitglieder Andreas Will, Stefan Hetz, Daniel Domes, Marco Weidner, Andreas Schreck und Michael Reuther gewählt.

Kreisbrandrat Timm Vogler bestätigte, dass sowohl die politisch Verantwortlichen als auch die Mitglieder in den Wehren der Gemeinde Altenkunstadt ihre Aufgaben pflichtbewusst erfüllt und zur Sicherheit der Bevölkerung beigetragen hätten. Allerdings gab Vogler den Feuerwehrleuten zu bedenken, dass sich die Wehren in Zukunft vielleicht noch öfter auch auf Starkregenereignisse und langanhaltende Trockenheit einzustellen hätten. Vogler bat darum, sich den Termin 3. Oktober 2020 schon einmal vorzumerken, denn dann feiere der Kreisfeuerwehrverband sein 25-jähriges Bestehen in der Kordiasthalle von Altenkunstadt.

"Unglaubliches Einsatzspektrum"

Da Ehrungen bevorstanden, war auch stellvertretender Landrat Helmut Fischer gekommen, der es als eine ehrenvolle Aufgabe bezeichnete, Feuerwehrleute im Namen des Freistaates für 25-jährigen und 40-jährigen Feuerwehrdienst auszeichnen zu dürfen. Gerade bei einem derartigen Anlass werde einmal mehr deutlich, sagte Fischer, welches unglaubliche Einsatzspektrum die zur Ehrung anstehenden Feuerwehrleute abgedeckt hätten.

Die Ausgezeichneten erhielten neben dem Ehrenzeichen jeweils ein Präsent der Gemeinde und des Landkreises und die "Vierzigjährigen" noch einen einwöchigen Aufenthalt mit der Partnerin im Feuerwehrheim in Bayerisch Gmain.

Würdigung fand auch die Tätigkeit der ausgeschiedenen Mitglieder, des Kommandanten Matthias Knorr (FFW Burkheim), des stellvertretenden Kommandanten Gunther Czepera (FFW Maineck) und des langjährigen Kreisbrandinspektors Ottmar Jahr (FFW Altenkunstadt ), der sich vor allem auf dem Gebiet der Atemschutz- und Funkausbildung besondere Verdienste erworben hat.

Während Gerhard Hofmann, dem langjährigen Sachbearbeiter für das Feuerwehrwesen in der Gemeinde, ebenfalls Dankesworte galten, wurde als dessen Nachfolger Johannes Oppel vorgestellt.

Der langjährige Vertreter des Kreisbrandrates, Ottmar Jahn, sprach rückblickend von einer schönen Zeit innerhalb seiner Heimatwehren wie auch der Kreisbrandinspektion von Lichtenfels. Der Dienst habe ihm viel Freude bereitet. Unter dem Beifall der Mitglieder verkündete Ottmar Jahn, dass er der Feuerwehrsache weiterhin treu bleiben werde.

Im Schlussteil der Kommandantenversammlung wurde noch diskutiert, wie die Anmeldung von offenen Feuern in der Natur vereinheitlicht werden kann, wobei Kreisbrandrat Timm Vogler auch auf bevorstehende Gespräche mit der Waldbesitzervereinigung verwies.

Vorsitzender Andreas Will informierte darüber, dass für die Veranstaltung mit Michl Müller am 23. November ab 20 Uhr in der Kordigasthalle noch Restkarten zur Verfügung stünden und die Freiwillige Feuerwehr Altenkunstadt vom 4. bis 7. Juni 2021 ihr 150-jähriges Bestehen feiern könne; der Festkommers in diesem Jubiläumsjahr stehe am 22. Mai 2021 bevor. dr

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