Knetzgau

Verdichtete Bebauung angeregt

Der Gemeinderat Knetzgau denkt über eine Ausdehnung des Baugebietes "Höret II" nach.
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Christiane Reuther Bei der Bürgerversammlung am vergangenen Donnerstag im Knetzgauer Gemeindeteil Oberschwappach (es wurde bereits darüber berichtet) wurden erste Planentwürfe über die Aufwertung des Schlossparks vorgestellt. Da der Gemeinderat über das Projekt entscheidet, präsentierte das Planungsteam mit Marion Dubler aus Bamberg sowie Angelika Droll-Lauenstein und Götz Lauenstein aus Coburg in der Sitzung des Gemeinderates am Montagabend im Knetzgauer Ratssaal erneut die Planungsentwürfe.

Dabei stand zunächst der geschichtliche Hintergrund der Terrassengärten mit einer Skizze aus dem 18. Jahrhundert im Fokus. Die gesamte Anlage, die einst den Ebracher Äbten als Sommerresidenz diente, steht unter Denkmalsschutz und geht auf das Jahr 1617 zurück, wie an einem Gründungsstein im Eingangsbereich des Schlossareals zu lesen ist.

Im Anschluss an die Präsentation ging das Planungsteam auf Fragen aus dem Gremium ein. Eine wichtige Frage war der Unterhalt für die Gärten und Parkanlage. Die konnten die Planer nicht beantworten, da zunächst nur bestandsorientierte Planungen im Vordergrund standen. Im Frühjahr sollen laut Bürgermeister Stefan Paulus nähere Pläne mit ersten Kostenschätzungen dem Knetzgauer Gemeinderat vorliegen.

Auf Anregung der CSU-Fraktion soll der Bebauungsplan für das Baugebiet "Höret II" in Knetzgau geändert werden. Es sollen weitere 19 Baugrundstücke ausgewiesen werden, für die sich derzeit 47 Bauwerber interessieren. Durch eine verdichtete Bebauung, wie etwa durch Reihen- und Doppelhäuser oder Eigentumswohnungen, wäre es möglich, deutlich mehr Wohnraum zu schaffen und die verfügbaren Bauflächen effizient zu nutzen. Sollte die Änderung auf Zustimmung bei den Bauwerbern stoßen, dann wäre es sinnvoll, wie Gemeinderätin Barbara Hein (CSU) vorbrachte, auch die bestehenden Bebauungspläne wenigstens im kleinen Rahmen anzupassen. Für eine Änderung sollen die Bauwerber mit ins Boot genommen werden.

See ist undicht

Über den Wasserverlust im See am Ortsausgang von Oberschwappach in Richtung Wohnau hatte sich der Bauausschuss bei seiner letzten Sitzung vor Ort informiert. Die genaue Ursache für den Verlust sei unklar, hieß es. Vermutlich sickert Wasser durch die Uferböschung Richtung Staatsstraße.

Der Ablauf des Mönchs wurde mit einer Kamera befahren. Dabei wurde festgestellt, dass seitlich über eine Muffe Wasser in die Ablaufverrohrung eindringt. Die letzten niederschlagsarmen Jahre dürften auch einen Einfluss auf den Wasserstand haben, wie der Bürgermeister anmerkte.

Es besteht die Möglichkeit, die Ablaufverrohrung mit Kosten bis zu 20 000 Euro abzudichten. Allerdings dürfte dadurch das Problem längerfristig nicht zu beheben sein. Deshalb soll vorerst auf Abdichtungsmaßnahmen verzichtet werden. Laut Einwand des Unterschwappacher Ortssprechers Günter Englert könnte das Übel mit überschaubareren Kosten angegangen werden, wofür er Rücksprache im Bauamt halten will.

Für die anstehende Kommunalwahl am 15. März 2020 wurde Robert Selig als Gemeindewahlleiter ernannt. Seine Stellvertreterin ist Theresa Betz.

Ausschuss und Entschädigung

Den Gemeindewahlausschuss bilden mit je vier Beisitzern und Stellvertretern die Parteien und Wählergruppierungen CSU sowie CWG, FDP und SPD, die je eine Person benennen. Bei den Stellvertretern werden auch die Wählergruppen "Junge Liste" und "Grüne/ÖL" berücksichtigt. Zudem hat der Gemeinderat beschlossen, die Wahlhelferentschädigung auf 40 Euro zu erhöhen. Für die 20 Sitze im Gemeinderat stellen sich laut Bürgermeister 100 Kandidaten bei der kommenden Kommunalwahl zur Verfügung.

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