Pfarrweisach

Verbot stößt auf Unverständnis

In Pfarrweisach sorgen zwei neue Verkehrsschilder für Kopfschütteln. Wir haben nachgehakt.
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Zwei solche Halteverbotszonen in der Bahnhofstraße in Pfarrweisach nehmen etwa acht bis zehn dringend benötigte Parkplätze im Bereich der dortigen Hausarztpraxis weg.  Foto: Helmut Will
Zwei solche Halteverbotszonen in der Bahnhofstraße in Pfarrweisach nehmen etwa acht bis zehn dringend benötigte Parkplätze im Bereich der dortigen Hausarztpraxis weg. Foto: Helmut Will

Seit einiger Zeit sind in der Bahnhofstraße in Pfarrweisach Schilder mit absolutem Halteverbot angebracht. Das sorgt, vor allem bei Besuchern der dortigen Hausarztpraxis für Diskussionsstoff. Durch die beiden Halteverbotszonen in der Bahnhofsstraße fallen etwa acht bis zehn Parkplätze weg, die dort dringend benötigt werden. Musste das sein?

Bürgermeister Ralf Nowak sagt, als er auf die Angelegenheit angesprochen wird: "Auslöser waren immer wiederkehrende, stärkere Beschwerden von Anwohnern der Siedlung Salomonsberg, sowie der Bahnhofstraße. Eine Regelung der Parksituation wurde gefordert." Nach seinen Worten fehlte es an einer "Einschermöglichkeit", um entgegenkommende Fahrzeuge vorbeizulassen. Deshalb gebe es eine gewisse Rivalität zwischen den Fahrzeugführern. "Ziel der Beschilderung ist es, eine Regelung des Parkens zu erreichen, und der Praxisbetrieb der dortigen Ärzte soll nicht gestört werden", so Nowak.

Der Bauausschuss habe sich schon mit dem Thema beschäftigt, schlug Lösungen vor, die nicht umsetzbar gewesen wären. "Das jetzige Ergebnis wurde von Seiten des Verkehrsrechtes der Gemeinde (VG) mit Stellungnahme der Polizeiinspektion Ebern erarbeitet und vom Gemeinderat beschlossen."

Nowak hat ein Vision: "Schaffung von Parkmöglichkeiten auf dem Grundstück der Ärzte." Diese Wichtigkeit müsste der Gemeinderat erkennen und im Rahmen der Daseinsfürsorge zur Erhaltung der großen Arztpraxis beitragen", so der Bürgermeister.

Tobias Kern, bei der Polizei in Ebernzuständig für Verkehrsangelegenheiten, teilt auf Anfrage mit, dass es schon lange Zeit Beschwerden über die "endlose Reihe" dort parkender Fahrzeuge gebe. Er selbst habe festgestellt, dass es dort zu Behinderungen komme. Auch die vermeintlich zu hohe Geschwindigkeit sei ein Thema gewesen. "Mit den Haltverboten soll erreicht werden, dass die Parkreihe sich in mehrere kurze überschaubare Stücke aufgliedert und zwischen diesen Stücken Flächen frei bleiben, um im Begegnungsverkehr aneinander vorbeifahren zu können." Das hätte der Gemeinderat beschlossen, nachdem zuvor mehrfache Varianten nicht möglich gewesen wären.

Die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Ebern und Kern hätten einen Alternativvorschlag vorgelegt, dem der Gemeinderat nicht gefolgt sei. Dieser sollte laut Ute Barthelmann vom Bauamt der VG sein, dass dort beidseitig wechselhaftes Parken ermöglicht werden solle. "Dadurch würden keine Parkplätze entfallen, und man hätte gleichzeitig den Effekt, dass langsamer gefahren werden muss", sagt die Verwaltungsangestellte.

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