Tambach

Verbandsauflösung offiziell beschlossen

Das Jagd- und Fischereimuseum Schloss Tambach ist leer, den zugehörigen Zweckverband wird es nur noch bis 22.September geben.
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Das Jagd- und Fischereimuseum Schloss Tambach hat seinen Betrieb 2013 eingestellt. Der Westflügel des Schlosses steht fast leer, die Exponate wurden entfernt. Nun geht es um die weitere Liquidation, vor allem im finanziellen Bereich.

Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes "Jagd- und Fischereimuseum", der aus dem Landkreis und der Gemeinde Weitramsdorf besteht, befasste sich deshalb bei ihrer Sitzung unter dem Vorsitz von Landrat Sebastian Straubel (CSU/LV) mit der Abwicklung.

Beschlossen wurde die Auflösung des seit 1989 bestehenden Zweckverbandes. Die Auflösung erfolgt zum 22. September 2019, dem Vertragsablauf. Auch die Räumung, der Rückbau und die Renovierung der Schlossräume laufen, wie die Landkreisverwaltung wissen ließ. Die Schäden sind behoben. Die Exponate konnten an andere fränkische Museen vermittelt werden. Sie wurden alle abgeholt und das Museum ist zu 99 Prozent exponatfrei. Auch das Eigentum des Zweckverbandes wird nach und nach veräußert, so konnte die Seminarausstattung für 900 Euro an den Bayerischen Jagdverband Kreis Coburg verkauft werden.

Rüdiger Florschütz trug den Haushalt 2019 vor. "Es ist der letzte in der Geschichte des Zweckverbandes", meinte er. Über den Verwaltungshaushalt laufen nur noch die Ausgaben für notwendige Betriebskosten. Der Vermögenshaushalt von 49 000 Euro wird aus Rücklagen finanziert. Der Zweckverband ist schuldenfrei. Als angespannt bezeichnete Florschütz die Kassenlage. Er bemängelte in scharfer Form die Tatsache, dass die Stiftung Deutsches Jagd- und Fischerei-Museum aus München vereinbarte Zahlungen immer noch nicht geleistet habe.

Der Weitramsdorfer Bürgermeister Wolfgang Bauersachs trug das Prüfungsergebnis aus den örtlichen Prüfungen der Jahresrechnungen 2017 und 2018 vor. Es konnte Entlastung erteilt werden. Auch er kritisierte die Zahlungsmoral der Stiftung. Allerdings lobte er die vorbildliche Haushaltsführung durch Rüdiger Florschütz in den vergangenen 31 Jahren.

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