Kronach
Vernissage

"Venedig-Entlastungs-Projekt" soll mit italienischem Flair Touristen nach Kronach locken

Wie bringe ich mehr Touristen nach Kronach? Beispielsweise mit einer Vision, genauer: mit einem "Venedig-Entlastungs-Projekt". Ingo Cesaro konnte am Mittwochabend bei bei der Ausstellungseröffnung in ...
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Künstler Horst Böhm (von links), Dritter Bürgermeister Markus Wich, der Leiter des Finanzamts Kronach und Ingo Cesaro freuen sich bei der Ausstellungseröffnung, dass diese Vision vom "Venedig-Entlastungs-Projekt" wiederbelebt wird. Foto: Veronika Schadeck
Künstler Horst Böhm (von links), Dritter Bürgermeister Markus Wich, der Leiter des Finanzamts Kronach und Ingo Cesaro freuen sich bei der Ausstellungseröffnung, dass diese Vision vom "Venedig-Entlastungs-Projekt" wiederbelebt wird. Foto: Veronika Schadeck

Wie bringe ich mehr Touristen nach Kronach? Beispielsweise mit einer Vision, genauer: mit einem "Venedig-Entlastungs-Projekt". Ingo Cesaro konnte am Mittwochabend bei bei der Ausstellungseröffnung in der Galerie des Servicezentrums viele Kunstfreunde begrüßen. Die Besucher können sich nun bis zum Juni einen Eindruck von Cesaros Vision anhand von Grafiken und Bildern verschaffen.

Sein Venedig-Entlastungs-Projekt sei fast schon Nostalgie, erklärte der Künstler. Bereits im Jahre 2000/01 fand eine Ausstellung auf der Festung statt.

Er wies darauf hin, dass im Jahre 1998 der Markusplatz in Venedig 55 Tage unter Wasser stand. Techniker und Künstler seien aufgerufen worden, Venedig zu retten. Er habe daraus seine Vision erstellt, zugeschnitten auf Kronach.

Um was geht es nun bei dieser Vision, die auch ein italienisches Flair für die Kreisstadt beinhaltet? Cesaro sprach diesbezüglich von einem mobilen Palmenhain, der am Bahnhof zur Verfügung stehe. Dieser sei mit Knick-Palmen ausgestattet. 365 Sonnentage im Jahr garantierten dazu ein Geldwechselhäuschen, in dem man Euro in Lire umtauschen kann.

Er sprach von Ziehharmonika- und Knick-Gondeln für das wenige Wasser in den Flüssen Haßlach, Kronach und Rodach.

Am Steinwehr sollte auf riesigen Transparenten die Silhouette von Venedig aufgemalt werden, allerdings auf dem Kopf, damit sich Venedig in der Haßlach spiegelt. An diesem Platz werden nächtliche Gondelfahrten angeboten.

Und natürlich gelingt es dem Landkreischef, dass eine Etappe des Giro d'Italia in Kronach startet. Des Weiteren schwebt ihm bei seinem Venedig-Entlastungskonzept auch ein Gondeldienst zwischen Nordbrücke und Wasenwehr vor. Zuvor wurde allerdings ein Einkaufszentrum mit Anlegestelle gebaut.

An rund 100 Tagen unter Wasser

Cesaro wies darauf hin, dass derzeit rund 30 Millionen Besucher pro Jahr Venedig besuchen und der Markusplatz an rund 100 Tagen unter Wasser stehe. Wenn ein Prozent von denen nach Kronach käme, wären das 30 000, also über 800 Besucher täglich. Bedauern äußerte er, dass Joachim Doppel nicht mehr aktiv in der Politik sein kann. Damals sei er für das Projekt gewesen.

Ihre Freude über die Ausstellung äußerten der Leiter des Finanzamts, Günter Wolkersdorfer sowie der Dritte Bürgermeister Markus Wich. Sie stimmten Ingo Cesaro zu, der fragte:

"Ist es nur eine Vision oder eine vertane Chance für Kronach?" (vs)

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