Wimmelbach

VdK nimmt Schwung auf

Karin Hedtfeld hat im Herbst kurzfristig den Vorsitz des VdK Wimmelbach übernommen. Sie und ihr Team wollen Bürger aus der Isolation holen.
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Karin Hedtfeld präsentiert in der Jahreshauptversammlung die SOS-Dose. Fotos: Pauline Lindner
Karin Hedtfeld präsentiert in der Jahreshauptversammlung die SOS-Dose. Fotos: Pauline Lindner
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"Erwartet mal die Dinge, die ich mir ausdenke. Es wird bestimmt lustig", stellte sich Karin Hedtfeld in der Jahresversammlung des Ortsverbands des VdK mit seinen 72 Mitgliedern vor, von denen 35 erschienen sind. Sie hat im Herbst kurzfristig den Vorsitz des Sozialverbandes von Manfred Pihl übernommen, weil er aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten muss.

Hedtfelds Stellvertreter ist Günter Keiner; Gudrun und Waldemar Frank sind die Schriftführer, und um die Kasse kümmert sich Herbert Stilkerich.

Sie haben sich Reaktivierung auf die Fahne geschrieben, nachdem seit 2017 die Veranstaltungen stark zurückgeschraubt werden mussten. "Bürger aus der Isolation holen" hat sich das Team vorgenommen, um weiterhin "die wichtige Rolle im Gemeindeleben mit seinen vielen Vereinen zu spielen", wie Bürgermeister Gerd Zimmer (SPD) dem Ortsverband attestiert hatte.

"Wir sind stolz auf diesen Vorstand", lobte Kreisvorsitzender Anton Hammer aus Hausen. Dass es wieder aufwärtsgehe, verdanke man der Mitgliederpflege. Die Mitgliedsbeiträge, so Hammer weiter, sollen durch Angebote zurückgegeben werden. "Gebt euer Geld gut aus", rät er dem neugewählten Vorstand. In der örtlichen Untergruppierung geht es weniger um Beratung bei sozialen, insbesondere Rentenproblemen. Das übernehmen im Normalfall Hauptamtliche, die Rentenältesten, in den Geschäftsstellen des VdK. Sie treten auch als Rechtsbeistände außergerichtlich und bei Sozialgerichtsprozessen auf.

Im Dorf geht es um einen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben, in weiten Teilen um Aktivität, wie sie andernorts durch Seniorengruppen angeboten wird. Das zeigte schon der Verlauf der Jahresversammlung, die mit gemütlichem Kaffeetrinken begann.

Was möchten die Wimmelbacher (Senioren) tun? Deshalb hatte Hedtfeld gleich zu Beginn eine Liste aufgelegt, in der jeder eintragen konnte, was ihn interessiert: Ausflüge, kurze und längere Wanderungen, Werksbesichtigungen; Fahrgemeinschaften für die, die nicht mehr allein das Auto benützen möchten, aber dennoch mobil bleiben wollen.

"Informationsmaterial, auch zum Internet, liegt reichlich auf", darauf wies Hedtfeld hin. Allgemeine Informationen zum sozialen Bereich sieht sie als Aufgabe des Ortsverbands, aber auch "weitergeben, was man schon selber erlebt hat". Ein Problem kennt sie auch: Die Mitgliedschaft wird nach erfolgter Hilfeleistung gekündigt.

Deshalb will sie den geselligen Bereich im Ort stärker besetzen. Sie bietet einen Besuch auf der Gesundheitsmesse Inviva an.

"Wir könnten mit Zug und S-Bahn fahren, einfach zum Training für private Unternehmungen. Alle vier bis sechs Wochen ein Stammtisch", schlug sie vor. "Wir haben unfreiwillig die 70-Jahr-Feier verpasst. Da sollten wir das 75. Jubiläum rechtzeitig vorbereiten", blickte Hedtfeld in die Zukunft.

Eine gemeinsame Aufgabe hat sie schon in petto: eine Chronik erstellen.

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