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VdK ist stolz auf die Mitglieder

Für den Vorsitzenden des VdK-Ortsverbandes Lautergrund, Klaus Blumberg, ist das Thema der sozialen Spaltung auch mit der abgelaufenen Bundestagswahl nicht v...
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Auf langjährige Mitglieder kann der VdK-Ortsverband Lautergrund zählen. Ihnen wurde im Rahmen der Hauptversammlung Dank und Respekt ausgesprochen (von links): Hannelore Schmidt, Erika Apel, Zweite Vorsitzende Ingrid Denninger, Ljljana Husic, Anneliese Muther, Karin Klein, Vorsitzender Klaus Blumberg  Foto: Martin Rebhan
Auf langjährige Mitglieder kann der VdK-Ortsverband Lautergrund zählen. Ihnen wurde im Rahmen der Hauptversammlung Dank und Respekt ausgesprochen (von links): Hannelore Schmidt, Erika Apel, Zweite Vorsitzende Ingrid Denninger, Ljljana Husic, Anneliese Muther, Karin Klein, Vorsitzender Klaus Blumberg Foto: Martin Rebhan
Für den Vorsitzenden des VdK-Ortsverbandes Lautergrund, Klaus Blumberg, ist das Thema der sozialen Spaltung auch mit der abgelaufenen Bundestagswahl nicht vom Tisch. "Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander", hob Blumberg, der auch stellvertretender
Kreisvorsitzender ist, bei der Hauptversammlung des VdK-Ortsverbandes Lautertal deutlich hervor. Eine von vielen Aufgaben des VdK werde es sein, alles dafür zu tun, dass das Rentenniveau, das derzeit bei 48 Prozent liegt, wieder angehoben wird. Sorgen bereitet ihm auch die Tatsache, dass Menschen mit voller Erwerbsminderungsrente leicht in die Altersarmut (unter 750 Euro Einkommen im Monat) fallen können. Auch ging Blumberg auf die Lage der Menschen mit Behinderung ein und verdeutlichte, dass durch eine Änderung des Sozialgesetzbuches auch eine Rückstufung beim Grad der Behinderung (GdB) möglich sei. "Dies wird uns in nächster Zeit heftige Sorgen machen", prophezeite Klaus Blumberg. Es gab aber nicht nur kritische Worte bei der Versammlung. Als einen Erfolg bezeichnete Blumberg die Aktion des VdK "Weg mit den Barrieren". "Auch in der Gemeinde Lautertal fanden sehr gute Gespräche statt und werden im kommenden Jahr weitergeführt", sagte er.
Lautertals Zweiter Bürgermeister Martin Rebhan (SPD) unterstrich in seinem Grußwort, dass die Arbeit des VdK notwendiger denn je sei. "Es ist traurig, dass wir in einem reichen Land wie Deutschland über Armut sprechen müssen." Zum Thema Pflege meinte Rebhan, dass allein eine Verbesserung der Einkommen der Pflegekräfte nicht ausreiche, um hier eine Verbesserung herbeizuführen, sondern es müssten vielmehr die Arbeitsbedingungen deutlich reformiert werden.
Dank sagte er dem Vorstand des Ortsverbandes für dessen segensreiche Arbeit. "Ihr könnt zehn Millionen Mitglieder haben, wenn keiner da ist, der vorangeht, nützt die Mitgliederzahl allein nichts mehr", verdeutlichte Rebhan die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements. Er forderte die Mitglieder auf, sich aktiv am Gemeindeleben zu beteiligen und vertrauensvoll auf die Gemeinderäte und die Verwaltung zuzugehen, "wenn irgendwo der Schuh drückt". "Wir sind auf eure Mithilfe angewiesen", betonte Rebhan.
Klaus Blumberg informierte, dass die Haussammelaktion "Helft Wunden heilen" am 1. November beginne. Er rief dabei in Erinnerung, dass die Hälfte der so generierten Einnahmen beim Ortsverband verbleibe und für soziale Zwecke eingesetzt werde.
Stolz kann der Lautertaler Ortsverband nicht nur auf seine knapp 300 Mitglieder sein, sondern besonders auch auf diese, die der Idee des VdK über viele Jahre die Treue halten. Bereits geehrt wurde Werner Kaiser, der dem Verband seit dessen Gründung vor 70 Jahren angehört. Das VdK-Ehrenzeichen in Gold für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten: Hannelore Schmidt, Hildegard Weibelzahl, Erika Apel, Peter Geiger, Erika Hofmann, Volker Sommer, Gunda Scholz, Anneliese Muther und Elke Weiß. Martin Rebhan
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