Kulmbach
Vernissage

Ursula Wolf war die "Grande Dame" der Kunst in Kulmbach

Sie war die "Grande Dame" der Kunst in Kulmbach, wäre jetzt 99 Jahre geworden und bleibt unvergesslich. Grund genug, sich in der Galerie Marion Kotyba, Oberhacken 3, an Ursua Wolf zu erinnern mit eine...
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Christina Flauder war langjährige Wegbegleiterin von Ursula Wolf. Foto: Wunner
Christina Flauder war langjährige Wegbegleiterin von Ursula Wolf. Foto: Wunner

Sie war die "Grande Dame" der Kunst in Kulmbach, wäre jetzt 99 Jahre geworden und bleibt unvergesslich. Grund genug, sich in der Galerie Marion Kotyba, Oberhacken 3, an Ursua Wolf zu erinnern mit einer Retrospektive ihres großartigen Schaffens. Dort wurde eine umfassende Schau mit knapp 100 Werken im Beisein zahlreicher Ehrengäste eröffnet. Und niemand anders als stellvertretende Landrätin Christina Flauder, eine langjährige persönliche und enge Freundin, hätte die studierte Künstlerin besser erklären können. Die noch bis kurz vor ihrem Tod mit 95 Jahren den Pinsel in der Hand hatte in ihrem eigenen Atelier.

Welche Kreativität ihr innewohnte, zeigen die Unikate, darunter Skulpturen in Bronze und Keramik, und in späterem Alter Gemälde, vorwiegend in Acryl auf Papier. Aber auch Zeichnungen und Porträts gehörten zu ihrem künstlerischen Ausdruck. Es wird Tiefe ausgedrückt, kräftige Farben und bunte Impressionen sind Sinnbild ihres Fantasiereichtums. Landschaften, Horizonte, ein Selbstbildnis aus früherer Jugend, das ihre natürliche Schönheit offenbart, und Skulpturen, die an Henry Moore erinnern, sind Ausdruck der Vielseitigkeit. Vom Gegenständlichen bis zum Abstrakten reicht die Bandbreite.

Ursula Wolf inspiriert selbst junge Leute noch nach ihrem Ableben: Schüler der Pestalozzi-Schule und Lehrerin Dagmar Heckel beschäftigten sich im Kunstunterricht mit ihr, der Nachwuchs malte Bilder und stellte diese in der Vernissage vor. Landrat Klaus Peter Söllner nannte Wolf eine künstlerische Lichtgestalt mit Begeisterung und Leidenschaft, "die Kulturpreisträgerin unseres Landkreises Kulmbach hat die Szene mit geprägt. Zahlreich von ihr Geschaffenes ist in öffentlichen Institutionen zu sehen". Stadtrat Thomas Nagel meinte, in Oberfranken gebe es eine große Kunstlandschaft, "das müssen wir noch mehr wertschätzen".

Christina Flauder fand aus den vielen Begegnungen und aus gemeinsam Erlebtem sehr persönliche Worte für die Künstlerin, "für eine Dame mit einem Hauch von Extravaganz". Ihr Credo sei gewesen, "um ein Künstler zu sein, muss man zuerst Mensch sein". Und das lebte sie.

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