Wilhelmsthal

Urnenstelen für die Friedhöfe?

Gemeinderat Das Gremium informierte sich über neue Gestaltungsmöglichkeiten für die Anlagen in Wilhelmsthal und Steinberg.
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Auf den Friedhöfen in Wilhelmsthal und Steinberg könnten demnächst Urnengräber oder Stelen eine größere Rolle einnehmen.  Foto: Michael Wunder
Auf den Friedhöfen in Wilhelmsthal und Steinberg könnten demnächst Urnengräber oder Stelen eine größere Rolle einnehmen. Foto: Michael Wunder

Passend zum stillen Monat November informierte sich der Gemeinderat über ein Konzept zur Errichtung von Urnengräbern für die Friedhöfe Wilhemsthal und Steinberg. Bürgermeisterin Susanne Grebner (SPD) hatte sich im Vorfeld für die Realisierung stark gemacht.

Anton Deibl von der Firma Paul Wolf aus Mönchengladbach meinte, dass die Feuerbestattungen in den letzten Jahren auch im ländlichen Raum stark zunehmen. Wie anderorts, so wolle auch in Wilhelmsthal der Bürger pflegeleichte Grabstätten haben. Man biete deshalb Urnenwände, Urnenstelen oder einzelne Urnenkammern an.

Die Wände und Stelen haben Deibl zufolge verschiedene Höhen und sind in unterschiedlichen Gestaltungsformen erhältlich. Dabei sei man bei Stelen in der Gestaltung deutlich flexibler.

Als wesentlichen Vorteil nannte er den Umfang der Maßnahme. Bei Stelen könne man klein beginnen und je nach vorhandenem Platz erweitern. Wandsysteme seien unterschiedlich gestaltbar und in einem Baukastensystem ebenfalls erweiterbar. Die Höhe sei immer von der Anzahl der übereinander liegenden Kammern abhängig. Dabei müsse man sich im Vorfeld auf die Frage des Blumenschmucks und der Kerzenstellflächen einigen, sagte Deibl.

Angeboten werden von seiner Firma neun unterschiedliche Farben, dass Verschlusssystem sei immer aus gängigen Naturstein. Er verwies darauf, dass sehr oft der Platz von den Bürgern schon zu Lebenszeiten gekauft und später der Name eingesetzt wird. Auch bei Urnen sei die vorgeschriebene Ruhefrist einzuhalten.

Ersteller der Urnengräber sei immer die Gemeinde, welche diese dann an die Bürger weiter gibt. Man müsse je nach Ausführung mit Kosten zwischen 600 und 700 Euro rechnen. Dazu kommen noch das Fundament, die Aufstellung und der Vorplatz.

760 000 Euro vom Freistaat

Geschäftsleiter Mario Kotschenreuther informierte den Gemeinderat, dass man 760 000 Euro Stabilisierungshilfe vom Freistaat Bayern bekommt. Die Neuausrichtung der Mittel mache es möglich, mehr Geld für die Investitionen zu verwenden. Demnach müssen 460 000 Euro für Sondertilgungen älterer Darlehen verwendet werden. 300 000 Euro können für Investitionen im Pflichtaufgabenbereich für Brandschutz, Hoch- und Tiefbau sowie den Breitbandausbau oder die Dorfentwicklung veranschlagt werden.

Der Geschäftsleiter verwies auf den Investitionsstau in Höhe von rund 18 Millionen Euro im Pflichtaufgabenbereich. Nach positiven Einnahmejahren ist heuer ein Rückgang der Gewerbesteuer um 120 000 Euro zu verkraften.

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