Weisendorf

Urkunde wandert ins Museum

Der Heimatverein verwahrt ein Dokument über die Grundsteinlegung der alten Bucher Schule.
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Heinrich Süß (r.) übergab die Urkunde an Günther Rath. Foto: Welker
Heinrich Süß (r.) übergab die Urkunde an Günther Rath. Foto: Welker

Die Urkunde, die in den Grundstein der Schule in Buch beim Bau eingelegt wurde, übergab Weisendorfs Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) an den Vorsitzenden des Heimatvereins Weisendorf, Günter Rath. Sie soll in Zukunft im Museum am Reuther Weg verwahrt werden.

Buch hatte im Jahr 1963 233 Einwohner und bildete mit Unterreichenbach eine Gemeinde. Die Kinder aus Buch liefen in den 1960er Jahren noch die drei Kilometer zur Schule nach Weisendorf. Da sich die Einwohnerzahl nach dem Zweiten Weltkrieg erhöht hatte, fassten die Bewohner von Buch den Entschluss, für die Kinder eine eigene Schule zu errichten.

Der Bau der Schule in Buch wurde am 7. August 1962 genehmigt, die Grundsteinlegung erfolgte im Juli 1963, die Einweihung am 5. September 1964. Die Planungen hatte das Architekturbüro Richard Hahn in Erlangen, Palmsanlage 6, übernommen. Der Schulsprengel der zweiklassigen Schule umfasste die Ortschaften Buch und Nankendorf.

Weisendorf selbst hatte die Grundsteinlegung für eine neue Grundschule am 14. Juli 1962, die Einweihung fand am 30. November 1963 statt. Da die Klassenräume für den Schulsprengel nicht ausreichten, wurde für die Hauptschule ein Neubau errichtet, der am 5. Oktober 1974 eingeweiht werden konnte. Daher wurde bis 1974 die Schule in Buch von Weisendorf zum Teil mitbelegt. Da Buch zum 1. Januar 1972 nach Weisendorf eingemeindet worden war, wurden die Kinder danach auch dort beschult und das Gebäude wurde nicht mehr zu Schulzwecken benötigt.

An die Lebenshilfe verkauft

1986 wurde das Schulgebäude an die Lebenshilfe veräußert, mit der Auflage, einen Kindergarten einzurichten.

Aber erst im Dezember 1992 genehmigte der Marktgemeinderat Weisendorf die Pläne für den Neubau. 1994 konnte mit dem Bau eines Kindergartens begonnen werden.

Beim Abriss des alten Gebäudes kam die Urkunde, die bei der Grundsteinlegung eingelegt wurde, wieder zum Vorschein. In einer Kupferbüchse hatte sie die Jahre unbeschadet überstanden. Nunmehr wird sie vom Heimatverein Weisendorf verwahrt.

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