Förtschendorf

"Urfranken" verstehen zu feiern

Die "Urfranken" aus Förtschendorf ließen es drei Tage lang krachen. Ein bunter Festzug zog zum 15-jährigen Bestehen des Stammtisches durch den prachtvoll geschmückten Ort.
Artikel drucken Artikel einbetten
Mit der Frankenfahne an der Spitze setzte sich ein großer Festzug in Bewegung. Foto: Reinhold Heinlein
Mit der Frankenfahne an der Spitze setzte sich ein großer Festzug in Bewegung. Foto: Reinhold Heinlein

Bei strahlend blauen Himmel, einem prachtvollen Festumzug mit über 30 Gruppen, bestehend aus Kirchweihgesellschaften, befreundeten Vereinen und Gruppen rund um die Rennsteigregion und aus den Gemeindegebieten Stockheim und Pressig, feierte am Wochenende der Stammtisch "Die Urfranken" sein 15-jähriges Bestehen. Dass dieses Fest von vielen Mitgliedern unter der Federführung von Michael Zinner, Inhaber des City Café-Bistro, sehr gut vorbereitet worden war, merkte jeder Besucher.

Bereits am Freitag fanden sich viele Kartfreunde ein, um ihr listiges Können unter Beweis zu stellen. Der Sieger und somit Gewinner des ausgesetzten Geldpreises dieser Preisbierkopfrunde wurde Roland Jakob aus Hirschfeld.

Am Samstagabend zelebrierte Pater Helmut Hagen im Zelt den Festgottesdienst. In humorvoll gereimten Versen, zugeschnitten auf den christlichen Glauben, flog er in seiner Predigt über das gesamte Frankenland und berichtete von Begebenheiten in den einzelnen Städten und Gemeinden. Der Chor "Cantate Nova" gestaltete mit modernen Kirchenliedern die Eucharistiefeier. Im Anschluss sorgte die Band "Gezeiten" für eine tolle Stimmung auf dem Festplatz.

Den Auftakt am Sonntag bildete der traditionelle Frühschoppen. Für eine Überraschung sorgten dabei die Taubenfreunde Förtschendorf, die ihrem an diesem Morgen für die musikalische Unterhaltung sorgenden Entertainer und "Musikus" Georg Horn, genannt der "FCN Schorsch", einen Taubenschlag für sein Lieblingslied "Drei weiße Tauben" überreichten. Leider leben diese Tauben nicht mehr, das sie am Ende des Liedes wegen ihrer Verunreinigungen "musikalisch erschossen worden sind".

Ein gut organisiertes Team um Isabelle Zinner sorgte mit fränkischen Bräten und Klößen für einen sehr gut besuchten Mittagstisch. Ein farbenprächtiger Festzug bewegte sich am frühen Nachmittag durch den mit vielen Frankenfahnen geschmückten Ort. Angeführt wurde dieser von der fränkischen Fahne der "Urfranken" und einem Hela-Oldtimertraktor sowie den Ehrengästen mit Landrat Klaus Löffler und Bürgermeister Hans Pietz mit seinen Gemeinderäten. Die Kulmbacher Mönche waren eigens angereist, um bei dem Festzug ihre Brauerei zu repräsentieren.

Ein Augenschmaus waren für die vielen Zuschauer die verschiedenen Trachten der teilnehmenden Kirchweihgesellschaften, Vereine und Gruppen. Die mit viel Liebe geschmückten Kindergruppen, erweckten bei den Zuschauern große Aufmerksamkeiten. Ein Highlight bildete bei diesem Festzug die Bergmannskapelle und ihr folgend der Knappenverein Stockheim. Ihre Bergmannstracht und ihr mitgeführtes Arbeitsgerät aus alter Zeit brachten ihnen besonders viel Applaus ein. Für die musikalische Unterhaltung am Nachmittag sorgte die eigene Stammtisch-Combo.

In seinem Grußwort zeigte sich Landrat Klaus Löffler erfreut darüber, dass an diesem Tag wieder einmal veranschaulicht wurde, wieviel ehrenamtliches Engagement in den heimischen Vereinen gelebt wird. Mit denVereinen und den vielen Ehrenamtlichen besitze man ein unschätzbar hohes Gut im Landkreis. Sein Dank galt vor allem Michael Zinner und seiner Frau Isabell, die als junge Familie die Kraft aufgebracht haben, ein sehr gut gehendes Lokal mit Bistro zu betreiben und mit ihrem Stammtisch so ein Fest auf die Beine gestellt haben.

Bürgermeister Hans Pietz war sichtlich erfreut, welchen Zuspruch dieses Fest in Förtschendorf findet und dankte den 121 Mitglieder starken "Urfranken" für ihr soziales Engagement in der Marktgemeinde.

Stolz waren die vielen Kinder, als sie am Ende der Kinderolympiade ihre Urkunden und Preise abholen durften. rh

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren