Unterrodach
Innovation

Unterrodacher Bauer versorgt Biohändler

Vom Heulager zum Getreidelabor. Eine spannende Exkursion gönnten sich die Mitglieder des Verbandes für landwirtschaftliche Fachbildung (VLF) im Landkreis Kronach. Verbunden mit einem Ausflug besuchten...
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Biolandwirt Peter Heller (rechts) führt durch seine selbst geschaffene Getreidereinigungsanlage, dank der er mittlerweile die größten Biohändler Deutschlands zu seinen Kunden zählen darf. Foto: Karl-Heinz Hofmann
Biolandwirt Peter Heller (rechts) führt durch seine selbst geschaffene Getreidereinigungsanlage, dank der er mittlerweile die größten Biohändler Deutschlands zu seinen Kunden zählen darf. Foto: Karl-Heinz Hofmann

Vom Heulager zum Getreidelabor. Eine spannende Exkursion gönnten sich die Mitglieder des Verbandes für landwirtschaftliche Fachbildung (VLF) im Landkreis Kronach. Verbunden mit einem Ausflug besuchten die Landwirte den Hof von Biolandwirt Peter Heller in Unterrodach. Heller führte die wissenshungrigen Bauern in die Funktionsweise seiner von ihm selbst geplanten, konstruierten und gebauten Getreidereinigungsanlage ein, mit der er mittlerweile die größten Biohändler Deutschlands versorgt.

Es handle sich um eine Technologie, mit der er Marktführer im Umkreis von etwa 500 Kilometern sei, verkündete Heller mit Stolz. Seine Innovation: Er baute sein ehemaliges Heulager in ein Getreidelabor um. Der 37-Jährige ist laut eigener Aussage Autodidakt: Er habe Landwirtschaft gelernt und sich das technische Wissen über Jahre hinweg selbst beigebracht.

Viele Möglichkeiten, viele Kunden

Auf seine Entwicklungen wurden ihm mehrere Patente zugesprochen. Von Grundreinigung bis zu 99,99 Prozent Reinheit für Babynahrung reichen die Leistungen seiner Anlagen. Hier wird praktisch jedes Korn photomechanisch einzeln nach Größe, Form, Gewicht und Inhaltsstoff untersucht, geprüft und gereinigt.

Er freue sich, mittlerweile die größten Biohändler Deutschlands zu seinen Kunden zählen zu dürfen. Obwohl er alles selbst konstruiert, geplant und gebaut hat, investierte er in die Anlagen rund 750 000 Euro - und weitere Investitionen werden folgen, denn die Nachfrage boomt.

Und so wunderte es den VFL-Kreisvorsitzenden Gerd Zehnter auch nicht, dass zahlreiche Interessenten an dieser Exkursion teilnahmen. "Es ist eindeutig ein Trend zur Biolandwirtschaft hin festzustellen", meinte Zehnter. Allerdings müsse man dafür auch einiges an Vorleistungen in Arbeitseinsatz und Saatgut stecken und auf hohe Qualität achten.

"Solche Überprüfungen und Bearbeitungen wie eine Getreidereinigung, die kosten Zeit und Geld", sagte Zehnter.

Er sprach Peter Heller Respekt aus, der durch Kreativität und Tatkraft eine innovative Perspektive für seinen Hof geschaffen habe. eh



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