Ebern

Unterpreppach wächst weiter

Durch die Erweiterung des Baugebiets "Haube" entsteht im Eberner Stadtteil Platz für 15 Häuser.
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Im zweiten Bauabschnitt der Unterpreppacher Siedlung "Haube" nimmt das Baugebiet für 15 Bauplätze Formen an. Straßen sind angelegt, bis Herbst dürfte alles fertig sein. Der Bauausschuss ließ sich informieren. Im Hintergrund das Baugebiet "Kohlplatte."  Fotos: Helmut Will
Im zweiten Bauabschnitt der Unterpreppacher Siedlung "Haube" nimmt das Baugebiet für 15 Bauplätze Formen an. Straßen sind angelegt, bis Herbst dürfte alles fertig sein. Der Bauausschuss ließ sich informieren. Im Hintergrund das Baugebiet "Kohlplatte." Fotos: Helmut Will
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Zwei Ortseinsichten standen auf der Tagesordnung des Bauausschusses Ebern am Mittwochnachmittag. "Ziel erreicht", hieß es in Unterpreppach zum zweiten Bauabschnitt im Neubaugebiet "Haube." Dort ist man voll im Plan, die Erschließungsarbeiten sind weit vorangeschritten.

Davon machte sich das Gremium unter Leitung von Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) ein Bild. Die Mitglieder des Bauausschusses und die örtliche Stadträtin Karin Kaiser (SPD) ließen sich von Stefan Döbereiner, Ingenieur beim beauftragen Planungsbüro SRP aus Zeil, informieren. Habe man beim letzten Ortstermin noch auf grüner Flur gestanden, so der Planer, habe sich das Bild seither entscheidend geändert. Die Straßen sind komplett angelegt, die Rabatten und die Wasserrinnen gesetzt. Noch fehlen die Straßeneinläufe. Laut Martin Lang vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft in Ebern sollen bereits heute die Ortslampen in diesem Gebiet leuchten. Mitte bis Ende der Woche könnten die Pflasterarbeiten beginnen, stellte ein Vertreter der Baufirma in Aussicht, und "für den 13. August ist die Asphaltierung vorgesehen", ergänzte Stefan Döbereiner.

Wie Martin Lang weiterhin sagte, seien in dem Bereich 15 neue Bauplätze erschlossen. Man könne damit rechnen, dass die Maßnahme noch vor der vorgesehenen Bauzeit beendet werden kann. Das freute den Bürgermeister, weil nun die Bauwerber fest planen können. Er sagte: "Es sind viele Nachfragen da und wir werden uns in ein bis zwei Jahren überlegen müssen, weiteres Baugebiet baureif zu machen."

Engstelle

Stadträtin Karin Kaiser wies darauf hin, dass von Bürgern im Unterpreppacher Bereich "Sümpflein" die Fahrbahnverengung mit einer eingebauten Parkbucht wegen der Unübersichtlichkeit an dieser Stelle bemängelt werde. Immer wieder komme es zu prekären Situationen. "Auch wenn bisher nichts passiert ist, sollte man überlegen, hier Abhilfe zu schaffen", forderte Kaiser. Der Bauausschuss nahm auch diese Stelle in Augenschein. Bürgermeister Hennemann sieht, wie er sagte, keinen akuten Handlungsbedarf, will aber mit der Polizei und anderen Fachleuten über diese Stelle sprechen.

Das gemeindliche Einvernehmen erteilte der Bauausschuss bei einer Gegenstimme für die Erweiterung des bestehenden Elektrofachmarktes der Firma Mandrops in der Bahnhofstraße. Künftig wird dort, wo sich aktuell der Eingang zu Mandrops befindet, die Durchfahrt zwischen Bahnhofstraße und Valeo-Parkplatz nicht mehr möglich sein.

In Welkendorf (Bereich Lochleite) und in Albersdorf (Hartleite) werden 50 Meter hohe Mobilfunkmasten aufgestellt. "Damit sind alle Funklöcher im Stadtgebiet von Ebern abgedeckt", sagte der Bürgermeister.

Schon seit Jahren ist die Ablagerung von Plastik, Hausmüll und anderen unzulässigen Stoffen in den Grünschnittbehältern am Friedhof in Ebern ein Problem. Die Grünschnittdeponie am Lindenhof wolle deshalb keine Friedhofsmaterialien mehr annehmen, so der Bürgermeister. Alternativ bestünde die Möglichkeit, das Gut von der Firma Persch abholen zu lassen, weil dort sortiert wird und die Störstoffe entfernt würden. Aber das kostet. Hennemann und Bauamtsleiter Martin Lang stellten klar, dass nur Grünschnitt in die dafür vorgesehenen Behälter am Friedhof darf: "Alles andere ist unzulässige Abfallbeseitigung."

In Ebern und Stadtteilen werden Blühwiesen nur einmal im Jahr gemäht. Der Bürgermeister räumte ein, dass diese Flächen nach dem Abblühen eventuell "nicht so schön" aussehen. Das sei aber so gewünscht und verringere die Mäharbeiten für den Bauhof, der "so und so fast nicht hinterherkommt". Im Stadtgebiet gebe es zehn solcher Flächen. Die Stadt sei dabei, einen Grünflächenplan auszuarbeiten.

Zustimmung wurde für eine Reihe von privaten Bauanträgen erteilt. Darunter war auch ein bereits einmal behandelter Streitfall im Baugebiet "Mannlehen" in Ebern. Im Georg-Schmitt-Weg bildete sich der Bauausschuss eine Meinung über den Antrag eines Hausbesitzers, der auf der Rückseite seines Anwesens eine Mauer errichten möchte, um eine terrassenförmige Gartengestaltung zu erreichen. Dagegen hatten Nachbarn Protest eingelegt. Das Gremium sah in dem Vorhaben aber kein Problem, weshalb wohl eine isolierte Befreiung erteilt werden kann.

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