Kasendorf

Unkomplizierte Unterstützung von Projekten in Kasendorf ist das Ziel

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von unserer Mitarbeiterin 
Katharina Müller-Sanke

Kasendorf — Bürger, die Projekte im Markt Kasendorf finanziell unterstützen wollen, sollen dies schon bald unkompliziert, zweckgebunden und auf Dauer angelegt tun können: Die Gemeinde will die Gründung einer Bürgerstiftung forcieren.
Bürgermeister Bernd Steinhäuser (CSU) stellte das Vorhaben der Sparkasse Kulmbach-Kronach in der Ratssitzung am Mittwoch vor. Demnach können sich unter einem Dach mehrere kleinere und größere Stiftungen gründen. Die Verwaltung wird von der Sparkasse übernommen. Vor einigen Jahren, so Steinhäuser, sei schon einmal darüber nachgedacht worden, den Förderverein Tanzlinde Peesten zu einer Stiftung zu machen. Wegen der hohen Grundeinlage von 50 000 Euro sei man davon jedoch wieder abgekommen.

Keine Einlage erforderlich

Die Einlage würde unter dem Dach der Sparkasse entfallen. Durch die Möglichkeit einer Verbrauchsstiftung gebe es außerdem die Variante, dass der Grundstock der Stiftung nicht unbedingt einbehalten werden muss, er könne ebenso ausgegeben werden. "Das Wichtige ist, dass die Leute, die Projekte oder Ziele in ihrer Gemeinde unterstützen wollen, das auch tun können", sagte Steinhäuser. Die Manfred-Jarosch-Stiftung, die bis dato einzige in Kasendorf existierende Stiftung, habe viel Gutes geleistet.
An der Sitzung im September oder Oktober soll ein Vertreter der Sparkasse Kulmbach-Kronach teilnehmen und das System und die Vorteile einer solchen Bürgerstiftung genau erläutern. Klar ist schon jetzt, dass darin jeder Bürger einen beliebigen Betrag frei oder zweckgebunden eingeben kann.

30 Prozent Zuschuss für Musiker

Wie hoch ist der Zuschuss für Vereine bei Investitionen? Auf diese Frage gibt es bislang in Kasendorf keine abschließende Antwort. Vor einigen Jahren sei die 10-Prozent-Marke angepeilt worden, erinnerte Rainer Macht. Norbert Groß wies darauf hin, dass sich die Zuschüsse in den vergangenen Monaten meist eher im Bereich von 30 Prozent bewegten, etwa beim Sportplatz in Peesten. 30 Prozent erhält nun auch der Musikverein Kasendorf für die Anschaffung von 70 neuen Stühlen für die Musiker. Diesen Beschluss fasste das Gremium mit 10:2 Stimmen. Die Gemeinde trägt 1874 Euro der Kosten. Ganz einig war man sich bei dieser Entscheidung auch nach langer Diskussion nicht. Schließlich seien viele Kosten gar nicht vergleichbar, so Tanja Friedrich.
In den nächsten Wochen soll daher die neu gegründete Arbeitsgruppe ein Konzept erarbeiten, mit dem die verschiedenen Investitionen der Vereine fair bezuschusst werden können.
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