Bad Kissingen

Universität erhielt Akten

Nach Drucklegung seines neuesten Buches "Fürstbischof Julius Echter und seine Bauinschriften" hat Kreisheimatpfleger Werner Eberth weitere Akten an die Univ...
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Kreiskulturreferent Eberth überreichte Professor Eckhard Leuschner aus dem Fotoalbum von Michael Arnold als Beispiel eine frühe Aufnahme des Moenus-Brunnens in der Hofstraße Würzburg, den Michael Arnold 1872 mit einer neuen Moenus-Figur renoviert hatte.  Foto: Elfriede Eberth
Kreiskulturreferent Eberth überreichte Professor Eckhard Leuschner aus dem Fotoalbum von Michael Arnold als Beispiel eine frühe Aufnahme des Moenus-Brunnens in der Hofstraße Würzburg, den Michael Arnold 1872 mit einer neuen Moenus-Figur renoviert hatte. Foto: Elfriede Eberth
Nach Drucklegung seines neuesten Buches "Fürstbischof Julius Echter und seine Bauinschriften" hat Kreisheimatpfleger Werner Eberth weitere Akten an die Universität Würzburg abgegeben. 2001 war sein Buch über den Bildhauer Michael Arnold (1824-1877) ein wichtiger Beitrag zu einem Bildhauer, der mit dem Landkreis Bad Kissingen sehr verbunden war. Arnold war zwar in Aschaffenburg geboren, hat sich jedoch nach der gescheiterten Revolution 1848/49 im heutigen Landkreis Bad Kissingen niedergelassen. Er war Lehrer am Gymnasium Münnerstadt und hat dann seinen Wohnsitz in das aufstrebende Bad Kissingen verlegt. Atelier und Werkstatt wurden nach dem Zweiten Weltkrieg durch das katholische Pfarrhaus Bad Kissingen ersetzt. Arnold baute sich dann noch eine Villa mit Werkstatt im Bade Bocklet, heute von einem Kurhotel überbaut. Fünf angesammelte Akten überreichte Eberth Professor Dr. Eckhard Leuschner vom Kunsthistorischen Institut der Universität Würzburg. Leuschner bedankte sich für die Abgabe, allerdings mit dem bedauernden Hinweis, dass zurzeit bei den Studenten wenig Interesse an der Kunst des 19. Jahrhunderts vorliege. Man werde sich jedoch weiter bemühen, aus den populärwissenschaftlichen Schriften von Kreiskulturreferent Eberth Doktorarbeiten zu machen.
Das Wertvollste an der Aktenabgabe war jedoch das Fotoalbum, das Michael Arnold Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt und fast bis zu seinem Tod fortgeführt hatte. Mit dem Bildmaterial konnte er Interessenten seinen Arbeitsstil vorführen. Die hochbetagte Großnichte des Künstlers hat in einem Anruf von ihrem Wohnsitz am Chiemsee der Abgabe an die Universität Würzburg ausdrücklich zugestimmt. kew

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