Untersteinach
Wahlkampf

Umgehung: Grüne entsetzt

Auf ihrer Oberfranken-Radtour machte die grüne Spitzenkandidatin für den Landtag, Ursula Sowa aus Bamberg, auch Station in Kulmbach und Umgebung. Zusammen der Spitzenkandidatin für die Bezirkstagswahl...
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Auf ihrer Oberfranken-Radtour machte die grüne Spitzenkandidatin für den Landtag, Ursula Sowa aus Bamberg, auch Station in Kulmbach und Umgebung. Zusammen der Spitzenkandidatin für die Bezirkstagswahl, Dagmar Keis-Lechner, und Vertretern des Bundes Naturschutz steuerte sie mehrere Schauplätze an. Erste Station war der Bahnhof in Kulmbach. Bei einer Begehung fiel der heruntergekommene Zustand der Halle, der Bahnsteige und besonders der Unterführung auf. Die Grünen bedauerten, dass es immer noch nicht gelungen ist, Kulmbach an den Nürnberger Verkehrsverbund anzuschließen. Auch das Fehlen eines barrierefreien Zugangs zu den Gleisen wurde kritisiert.

Auf dem weiteren Weg nahm die Gruppe in Untersteinach die Baustelle der Umgehungsstraße mit sichtlichem Entsetzen in Augenschein. Ursula Sowa, die sich aufgrund ihres Berufes als Architektin sehr mit dem Thema Bauen auseinandersetzt, vertrat dabei die Meinung, dass die Umgehungsstraße nicht mehr zeitgemäß sei. "Der Flächenverbrauch steht in keiner Relation."

Daher müsse man die Planungen noch einmal überdenken und wenigstens die Anschlussstücke vermeiden. Zudem müsse die parallel laufende Bahnlinie dringend elektrifiziert und attraktiver gestaltet werden.

Nach den aus grüner Sicht eher ernüchternden Stationen freuten sich die Teilnehmenden in der Umweltschule Schlönz, dass Schulklassen aus der Umgebung dort ein Bewusstsein für die Natur vermittelt wird. Gestärkt durch eine Brotzeit radelte die Gruppe weiter nach Himmelkron. Mitten auf einer Wiese zwischen Autobahn und der Bundesstraße 303 war die Gruppe mit heimischen Umweltschützern verabredet, die gegen den Bau eines geplanten Gewerbegebiets vorgehen. Ursula Sowa zeigte Verständnis für die Dorfbewohner. "Das Gewerbegebiet mit der Fläche von 24 Hektar ist natürlich überzogen. Himmelkron selbst hat 3500 Einwohner, und ich denke, dieses Verhältnis passt nicht." Ihr Appell: "Hände weg von diesem Gewerbegebiet!" red



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