Lichtenfels
lichtenfels.inFranken.de  Die Herzog-Otto-Mittelschule verabschiedete Wolfgang Fischer mit ordentlich Tamtam.

"Umbaurektor" geht in Ruhestand

"Vielen Dank an alle, die mich in den langen Jahren unterstützt haben", sagte Rektor Wolfgang Fischer bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand. Kürzlich kamen alle Schüler und Lehrer, viele aktuelle...
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Vor dem HOS-Puzzle (von links): 2. Bürgermeisterin Sabine Rießner, Rektor Wolfgang Fischer, Schulamtsdirektorin Stefanie Mayr-Leidnecker und Konrektorin Silke Fischer Fotos: Diana Neckermann
Vor dem HOS-Puzzle (von links): 2. Bürgermeisterin Sabine Rießner, Rektor Wolfgang Fischer, Schulamtsdirektorin Stefanie Mayr-Leidnecker und Konrektorin Silke Fischer Fotos: Diana Neckermann
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"Vielen Dank an alle, die mich in den langen Jahren unterstützt haben", sagte Rektor Wolfgang Fischer bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand. Kürzlich kamen alle Schüler und Lehrer, viele aktuelle und ehemalige Weggefährten und Ehrengäste in die Aula der Herzog-Otto-Mittelschule, um sich von Schulleiter Herrn Fischer zu verabschieden.

Zunächst spielte die Bläserklasse unter Leitung von Florian Ebert den "Stratford March". Nach der Begrüßung durch Konrektorin Silke Fischer, die durch das Programm führte, gab es Grußworte der Ehrengäste. Schulamtsdirektorin Stefanie Mayr-Leidnecker fasste den schulischen Werdegang Wolfgang Fischers zusammen. Gleich nach dem Abitur am Bamberger Kaiser-Heinrich-Gymnasium entschloss sich Wolfgang Fischer Lehrer zu werden. Nach dem Lehramtsstudium in Bamberg vertiefte er seine Kenntnisse weiter und legte seine Diplomprüfungen in Pädagogik und Theologie ab.

An vier Schulen tätig

Anschließend war er an vier Schulen tätig. Nach einem Jahr am Franz-Ludwig-Gymnasium Bamberg absolvierte er seine dreijährige Referendarzeit in Weidhausen. Anschließend unterrichtete er fünf Jahre an der kaufmännischen Berufsschule Bamberg und 14 Jahre an der Oskar-Schramm -Schule im Itzgrund. Dort war er vier Jahre als Konrektor tätig, bis er sich auf die Rektorenstelle an der Herzog-Otto-Schule bewarb. Hier wirkte er für 17 Jahre lang als Schulleiter.

Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner lobte die Zusammenarbeit der Stadt mit Wolfgang Fischer. Rektor Fischer gehe als "Umbaurektor" in den Ruhestand. So berichtete Sabine Rießner, dass in den 17 Jahren seiner Amtstätigkeit eine Vielzahl an Um- und Neubauten bewerkstelligt wurden. Zur Unterstützung bei ihrem Vortrag holte sich Bürgermeisterin Rießner den ehemaligen Stadtbaumeister Ulrich Sünkel auf die Bühne. Dieser lobte die Kreativität, die Fischer an den Tag legte, um "seine" Schule zu verbessern. So wurden die "HOSteria", die Mensen für die Ganztagesklassen, neue Küchen und Computerräume geschaffen, eine Bibliothek und ein Fitnessraum aufgebaut, um nur einiges zu nennen.

Personalratsvorsitzender Bernhard Jeßberger referierte über die schwierige Arbeit eines Rektors. So sei es nicht nur seine Aufgabe, den Lehrern beizustehen und den Rücken frei zu halten, sondern auch viele zusätzliche Verwaltungsaufgaben seien zu bewältigen. Viele Lehrer habe Fischer in seinen 17 Dienstjahren zu betreuen und Tausende von Schülern waren in seiner Obhut. Durch die Einführung der gebundenen Ganztagesklassen und die damit verbundene musikalische Ausbildung der Schüler sei die Schule neue Wege gegangen. In der offenen Ganztagesklasse können die Schüler Hausaufgaben machen und ihre Freizeit verbringen. All dies fiel in die Amtszeit von Rektor Fischer.

Zuletzt bedankte sich Elternbeiratsvorsitzender Roland Schunk. Als letzte Aufgabe müsse Rektor Fischer einen schönen Platz in seinem Garten finden für eine "Elternbeirats-Kugellinde", die ihn dann immer an die Schule erinnern würde.

Nun hatten die Schüler ihren Auftritt. Für jedes der 17 Jahre von Rektor Fischer an der Herzog-Otto-Mittelschule wurden aus der Schulchronik Zeitungsartikel ausgesucht, die wichtige Vorkommnisse aus allen Jahren enthielten. Diese wurden von jeder Klasse vorgetragen. Nach dem Musikstück "My Heart Will Go On" musste Rektor Fischer "puzzeln". Alle Klassen hatten liebevoll Teile einer Leinwand bemalt, die er als Puzzle vor dem versammelten Publikum zusammensetzen musste. Als ganzes Bild erschien das HOS-Logo mit lustigen Motiven der einzelnen Klassen. Rektor Fischer meisterte die Aufgabe souverän. Auch die offene Ganztagesklasse unter der Leitung von Anette Teubner verabschiedete den Scheidenden mit Dankesworten und einem Geschenk.

Für einen Lacher sorgte das Abschiedsgeschenk der Lehrer. Zusammen mit einem "Erlebnisgeschenk" und "Hörgenuss", wie Konrektorin Silke Fischer geheimnisvoll ankündigte, überreichte sie ein Parkplatzschild "Schulleitung". Das könne er schließlich überall aufhängen, wenn er einmal in Not sei und einen Stellplatz für sein Auto benötige. Zum Schluss bedankte sich Wolfgang Fischer bei allen, die ihn im Laufe der Jahre unterstützt hätten. So ließ er noch einmal verschiedene Stationen seines Berufsleben Revue passieren. In seinem "Unruhestand" werde er sich vermehrt um die Familie kümmern und sich auch verstärkt seinem Hobby, dem Tubaspielen, widmen.

Als Schlusslied spielten 80 Musiker der Bläserklasse "Let's Rock". Zu guter Letzt verabschiedeten sich die Schüler der Bläserklassen mit einem Instrumentenspalier. red

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