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Coburg
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Um Geisterteilchen geht es am Sonntag im Naturkunde-Museum

Sie sind enorm viele, sie sind überall - und doch ist bis jetzt nur wenig über sie bekannt: Sogenannte Neutrinos, elektrisch neutrale Elementarteilchen, durchströmen das Weltall nahezu mit Lichtgeschw...
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Neutrino-Experiment "Katrin": riesige Waage für winzigste Teilchen  Foto: KIT
Neutrino-Experiment "Katrin": riesige Waage für winzigste Teilchen Foto: KIT

Sie sind enorm viele, sie sind überall - und doch ist bis jetzt nur wenig über sie bekannt: Sogenannte Neutrinos, elektrisch neutrale Elementarteilchen, durchströmen das Weltall nahezu mit Lichtgeschwindigkeit. Zu sehen sind die Teilchen nicht, und auch Spuren hinterlassen die mysteriösen Bewohner des Alls nur selten: Neutrinos reagieren kaum mit Materie. Anders gesagt: Sie verhalten sich recht höflich und rammen andere Teilchen fast nie. Ganz ohne dass wir es merken, durchqueren Billiarden Neutrinos in einer Sekunde unseren Körper.

Neutrinos sind so klein und unscheinbar, dass Physiker lange irrtümlicherweise glaubten, sie hätten gar keine Masse. KATRIN - das KArlsruhe TRItium Neutrino Experiment - soll die Masse des Neutrinos, um den Faktor 10 genauer bestimmen, als es der aktuelle Wert darstellt. Bei diesem Projekt arbeiten über 200 Wissenschaftler und Ingenieure aus sechs Staaten und 26 wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen.

Der Schwerpunkt des allgemeinverständlichen Vortrags von Ingenieur Rainer H. Wolf aus Großwalbur liegt auf der komplexen Technik dieses Großexperimentes, die zur Erfüllung der geforderten Empfindlichkeit oftmals die Grenzen des aktuellen Standes der Technik überschreitet. Der Vortrag findet am Sonntag, 23. Februar, um 15 Uhr im Naturkunde-Museum statt. Für die Teilnahme ist ein Eintritt in Höhe von 3 Euro beziehungsweise 1 Euro (Kinder) zu entrichten. red

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