Höchstadt a. d. Aisch
Geburtstag

Uhrmacher, Sänger, Fotograf und mehr: Alfred Wahlrab wird 90

Der Ausleger weist noch auf das Geschäft für Uhren, Schmuck und Optik hin. Alfred Wahlrab führte es bis 2016 mit Unterstützung seiner Nichte Gertrud Kammerer. Jetzt feierte der bekannte Höchstadter Uh...
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Dekan Kilian Kemmer und Zweiter Bürgermeister Günter Schulz reihten sich in die Schar von Alfred Wahlrabs (v. l.) Gratulanten ein. Foto: Seeger
Dekan Kilian Kemmer und Zweiter Bürgermeister Günter Schulz reihten sich in die Schar von Alfred Wahlrabs (v. l.) Gratulanten ein. Foto: Seeger

Der Ausleger weist noch auf das Geschäft für Uhren, Schmuck und Optik hin. Alfred Wahlrab führte es bis 2016 mit Unterstützung seiner Nichte Gertrud Kammerer. Jetzt feierte der bekannte Höchstadter Uhrmacher in seinem Elternhaus seinen 90. Geburtstag.

Auf das Jahr 1868 geht das Geschäft an der Brückenstraße zurück. Alfred Wahlrab lernte vom Vater das Uhrmacherhandwerk und blieb sein Leben lang dabei. Uhren haben den Jubilar wohl immer in ihren Bann gezogen: "Über tausend Mal ist er auf den Kirchturm gestiegen und hat die Uhr aufgezogen", erzählt Dekan Kilian Kemmer. Als der Stadtpfarrer zur Geburtstagsrunde stieß, stimmte er das Höchstadter Heimatlied an und alle sangen mit: "Mein Höchstadt in Franken, wie lieb bist du mir."

Natürlich war auch eine Abordnung des Höchstadter Liederkranzes anwesend. Dem Gesangverein gehört der Jubilar seit mehr als siebzig Jahren bis heute an. Als der Liederkranz nach dem Krieg am 26. Oktober 1948 im "Blauen Löwen" neu gegründet wurde, war Alfred Wahlrab einer der Gründungsväter. Das Höchstadter Heimatlied ist eines seiner Lieblingslieder. Danach befragt, nennt er aber auch das Volkslied "Hab' oft im Kreise der Lieben im duftigen Grase geruht" und schließlich das "Halleluja" von Georg Friedrich Händel. Im Kirchenchor, dem er früher angehörte, hat der Tenor das Werk aus dem "Messias" gerne gesungen.

Er sei aber auch sehr sportlich gewesen, war zu hören. In jüngeren Jahren sei er viel Fahrrad gefahren und gelaufen. Am Silvesterlauf der Stadt habe er oft teilgenommen. Eines seiner Hobbys war das Fotografieren: In der Wohnung finden sich viele Bilder mit schönen Höchstadt-Motiven und Fotografien aus dem Schweizer Engadin, wo er gerne zum Skifahren war.

"Mir hat er die alten Höchstadter Hausnamen beigebracht", erzählt Dekan Kemmer. Ein guter Kirchenbesucher ist der 90-Jährige auch heute noch. Und - er freut sich schon auf die neue Weinstube, die unweit seines Hauses am Stadtturm entsteht.

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