Uetzing
Auszeichnung

Uetzinger Kinderhaus Sankt Johannes ist "eine bewegte Kita"

Zum Abschluss eines bewegungsreichen Kindergartenjahres erhielt das katholische Kinderhaus Sankt Johannes eine besondere Auszeichnung: Holger Hassel überreichte das Zertifikat "Wir sind eine bewegte K...
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Bewegung war bei der Feierstunden vor dem katholischen Kinderhaus St. Johannes der Täufer angesagt, und alle machten mit. Fotos: Gerd Klemenz
Bewegung war bei der Feierstunden vor dem katholischen Kinderhaus St. Johannes der Täufer angesagt, und alle machten mit. Fotos: Gerd Klemenz
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Zum Abschluss eines bewegungsreichen Kindergartenjahres erhielt das katholische Kinderhaus Sankt Johannes eine besondere Auszeichnung: Holger Hassel überreichte das Zertifikat "Wir sind eine bewegte Kita" an die Kinderhausleiterin Anna Schnapp und ihr Team.

"Bewegung ist ein elementares Grundbedürfnis von Kindern. Es fördert nachhaltig ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden", erklärte Hassel. Kinder setzten sich über Bewegung mit sich selbst, mit anderen und mit ihrer Umwelt auseinander. Ein bewegter Alltag von Kindern fördere ihre motorische, kognitive und soziale Entwicklung gleichermaßen. "Bewegungsangebote für Kinder sollten sich daher nicht auf ein paar Sportstunden in der Woche beschränken. Kinder brauchen permanent Möglichkeiten, damit sie ihre körperlichen Fähigkeiten ausprobieren und entwickeln können", fügte Hassel hinzu.

Das Zertifizierungsverfahren

Der Wissenschaftler ist der regionale Koordinator des Forschungsprojektes "QueB - Qualität entwickeln mit und durch Bewegung", das zwölf Kindertagesstätten im Raum Lichtenfels, Coburg und Kulmbach in einem partizipativen Prozess in einem Zertifizierungsverfahren für "Bewegte Kitas" entwickelt und erprobt.

Von November 2018 bis Oktober 2019 nahm das Uetzinger Kinderhaus am Projekt der Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg und der Universität Bayreuth teil. "QueB 2" ist ein Teilprojekt des Forschungsverbunds Capital4Health, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird.

In der ersten Förderphase (2015/18) erforschte das Institut für angewandte Gesundheitswissenschaften (IaG) unter der Leitung von Holger Hassel im Projekt "Qualität entwickeln mit und durch Bewegung" (QueB), wie Kitas in Bewegung gebracht werden können. In der zweiten Förderphase mit dem Teilprojekt "QueB 2" (2018/21) liegt der Fokus darauf, die erfolgreiche Intervention der ersten Förderphase zu verbreiten. Die Ergebnisse der ersten Phase zeigen, dass durch ein solches Verfahren die Bewegungsmöglichkeiten in Kitas verbessert werden können, indem Strukturen verändert werden. Die Erfahrungen aus der ersten Phase zeigen jedoch auch, dass Kitas mit großem Entwicklungsbedarf im Bereich Bewegung nur sehr schwer erreicht werden.

Netzwerk für Kindertagesstätten

Deshalb wurden in der zweiten Förderphase Strategien intensiviert, um schwer erreichbare Zielgruppen (pädagogische Fachkräfte und Eltern) zu erreichen. Ferner wird ein Netzwerk für Kindertagesstätten aufgebaut, das dem Austausch der pädagogischen Fachkräfte untereinander und dem Lernen voneinander dient. Dabei werden die bereits zertifizierten Kitas der ersten Phase mit den Kitas der zweiten Phase vernetzt. Es wird in Kooperation mit Fachberatungen aus dem Regierungsbezirk Oberfranken eine Multiplikatoren-Strategie entwickelt. Fachpersonal soll dabei unterstützt werden, das Thema Bewegung in der Fachberatung aufzugreifen, Bedarfe zu ermitteln und passende Unterstützungsangebote zu vermitteln.

Insgesamt sollen durch "QueB 2" nachhaltige Strukturen geschaffen werden, die eine langfristige Qualitätsentwicklung im Bereich Bewegung in der Lebenswelt Kita in der Region fördern.

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