LKR Forchheim
Auszeichnung

Überzeugendes Konzept: Öko-Modellregion Fränkische Schweiz kann Arbeit aufnehmen

Die 15 neuen Öko-Modellregionen (ÖMR) in Bayern können an die Arbeit gehen: Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) hat den Siegern der dritten Wettbewerbsrunde - darunter die Fränkische Schw...
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Die Delegation der ÖMR Fränkische Schweiz um Uwe Raab und Christiane Meyer bei der Übergabe der Urkunde Foto: Seyfarth/STMELF
Die Delegation der ÖMR Fränkische Schweiz um Uwe Raab und Christiane Meyer bei der Übergabe der Urkunde Foto: Seyfarth/STMELF

Die 15 neuen Öko-Modellregionen (ÖMR) in Bayern können an die Arbeit gehen: Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) hat den Siegern der dritten Wettbewerbsrunde - darunter die Fränkische Schweiz (Kommunen der Lkr. Bayreuth und Forchheim) - ihre Urkunden überreicht.

"Damit können sie gleich loslegen, ihre überzeugenden Konzepte in die Tat umzusetzen und damit zu einer der bayerischen Vorbildregionen in Sachen Öko-Landbau werden", sagte die Ministerin beim Festakt im Münchner Ministerium.

Insgesamt gibt es nun bayernweit 27 staatlich anerkannte Öko-Modellregionen, die aus 520 Kommunen bestehen und fast 30 Prozent der Landesfläche abdecken. Sie hatten sich in einem Wettbewerb durchgesetzt und die Jury mit ihren Konzepten überzeugt, wie sie der Produktion und dem Absatz heimischer Lebensmittel in der Region zukunftsweisende Impulse verleihen wollen.

Für Ökoanbau und Artenvielfalt

Die Öko-Modellregionen sind laut Pressemitteilung des Ministeriums ein wichtiger Bestandteil des Landesprogramms "Bio-Regio 2020", mit dem der Öko-Landbau in Bayern deutlich vorangebracht werden soll. Zudem trage die Ausweitung um 15 neue Regionen dem besonderen Anliegen der Artenvielfalt und damit auch des Volksbegehrens Rechnung.

Die lokalen Bündnisse werden in den kommenden zwei Jahren über die Ämter für Ländliche Entwicklung bei der Umsetzung ihrer Projekte unterstützt und gefördert. 75 Prozent der Kosten für die Stelle des Projektleiters vor Ort werden vom Freistaat übernommen, maximal bis zu 75  000 Euro im Jahr. Die Förderung läuft zwei Jahre und kann um weitere drei Jahre verlängert werden. Das Gesamtfördervolumen beträgt knapp 1,5 Millionen Euro pro Jahr.

Die ÖMR Fränkische Schweiz verfolgt einen ganzheitlichen und nachhaltigen Ansatz. Konkret sollen die Ziele mittels eines ökologischen Getreidelagers, der Gründung einer Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft samt Installation einer biologischen Gemeinschaftsverpflegung, der Gründung einer Streuobst-Allianz und dem integralen Bildungsansatz verwirklicht werden. Ebermannstadts Bürgermeisterin Christiane Meyer hob die Impulse zur Steigerung des Anteils biologischer und fair produzierter Lebensmittel hervor sowie die daraus resultierenden Potenziale für die touristische Entwicklung.

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