Ludwigsstadt
rennsteig-Kooperation

Übernachtungsmöglichkeiten und Radwegenetz-Ausbau sind Hauptziele

Die Kommunen Ludwigsstadt, Reichenbach, Steinbach am Wald, Tettau, Teuschnitz und Tschirn betreiben die gemeinsame Tourismuszentrale "Touristinformation der Fränkischen Rennsteigregion". Die organisat...
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Die Bürgermeister der beteiligten Rennsteig-Kommunen unterzeichneten im Beisein von Thomas Luger (hinten l.) die Zweckvereinbarung. Das Bild zeigt (vorn v. l.) Gabriele Weber, Peter Klinger, Karin Ritter, (hinten ab Zweiter von links) Thomas Löffler, Peter Ebertsch und Timo Ehrhardt.  Foto: Heike Schülein
Die Bürgermeister der beteiligten Rennsteig-Kommunen unterzeichneten im Beisein von Thomas Luger (hinten l.) die Zweckvereinbarung. Das Bild zeigt (vorn v. l.) Gabriele Weber, Peter Klinger, Karin Ritter, (hinten ab Zweiter von links) Thomas Löffler, Peter Ebertsch und Timo Ehrhardt. Foto: Heike Schülein
Die Kommunen Ludwigsstadt, Reichenbach, Steinbach am Wald, Tettau, Teuschnitz und Tschirn betreiben die gemeinsame Tourismuszentrale "Touristinformation der Fränkischen Rennsteigregion". Die organisatorisch in die Stadtverwaltung Ludwigsstadt eingegliederte Zentrale übernimmt die Marketingaktivitäten im Bereich Tourismus.
Die neugefasste - zum 1. Januar 2018 in Kraft getretene - Zweckvereinbarung ersetzt die bisher geltende von 2008. "Die bisherige Zweckvereinbarung war nicht mehr zeitgemäß, da sie auf die damaligen touristischen Aktivitäten ausgelegt war", erklärte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Rennsteig, Tschirns Bürgermeister Peter Klinger. In neuen Vereinbarung könne sich jede der beteiligten Kommunen wiederfinden.


Höheres Jahresbudget

Diese stellen der Tourismuszentrale zur Erfüllung ihrer Aufgaben ein aufgestocktes Jahres-Budget von 25 000 Euro, statt der bisherigen 20 000 Euro, zur Verfügung. Getragen wird dieses von Ludwigsstadt, Steinbach/Wald, Tettau und Teuschnitz zu jeweils 25 Prozent - also je 6250 Euro. "Unser oberstes Ziel ist ein neuer Anschub der Tourismuszentrale", betonte Klinger. Das Steinbacher Freizeit- und Tourismuszentrum werde Schaufenster der Region, einen Infopunkt werde es in Teuschnitz geben. Von einer "richtig guten Sache", die mit dem Verein "Rennsteigregion im Frankenwald" auf den Weg gebracht wurde, sprach Steinbachs Bürgermeister Thomas Löffler. In den Kommunen sei vieles am Laufen - so wie die Bemühungen seines Tettauer Amtskollegens Peter Ebertsch um einen Wanderweg bis Thüringen. Auch in Sachen Attraktivierung des Windheimer Ölschnitzsees werde sich vieles tun, kündigte Löffler an.


Mehr Betten nötig

Im Tagestourismus sei man sehr gut aufgestellt. Um Besucher länger hier zu halten, bedürfe es adäquater Übernachtungsmöglichkeiten. "Es hakt an der Quantität und Qualität der Gastgeber", verdeutlichte Bürgermeister Timo Ehrhardt, der auf die Revitalisierung der Jahns-Bräu mit dem Ziel eines neuen Jahnshofes mit Brauerei, Hotellerie und Brauereigaststätte verwies.
Für eine gemeinsame Vermarktung regte Peter Ebertsch auffällig gestaltete gemeindeübergreifende Wegweiser an. Gute Perspektiven sahen die Bürgermeisterinnen Karin Ritter aus Reichenbach und Gabriele Weber aus Teuschnitz. Ritter verwies auf das von der Gemeinde erworbene Gebäude Rennsteigstraße 16, in dem Übernachtungsmöglichkeiten entstehen sollen.
Vorstellbar wäre ein großer Saal als Gemeinschaftsunterkunft sowie Doppelzimmer. Auch im "Schwarzen Kreuz" in Teuschnitz sollen Übernachtungsmöglichkeiten verschiedener Art entstehen, verdeutlichte Weber. "Darauf können wir sehr stolz sein", würdigte Weber das Projekt. Wichtig sei die Zusammenarbeit mit der Industrie sowie der Initiative "Handwerk und Kultur erleben!". Dieser sich hervorragend ergänzende Zusammenschluss der drei Bereiche sei außergewöhnlich. Eine Besonderheit sah Thomas Luger, Vorsitzender des Vereins "Rennsteigregion im Frankenwald", darin, dass eine Industrieregion wie der Frankenwald vom Grundverhalten her nicht unbedingt auf Tourismus ausgelegt sei. Hier touristische Einheiten zu schaffen, stelle eine Herausforderung dar. Bisherige auf den Weg gebrachte Initiativen, wie jüngst die gemeinsame Währung "Rennsteig-Taler", würden sehr gut angenommen.


Mehr Radwege sollen kommen

Eine weitere Aufgabe sah man im Ausbau des Radwegenetzes. Klinger sprach sich für einen Radweg nach Brennersgrün aus, um über Thüringen nach Steinbach zu gelangen. Gabriele Weber erachtete einen Radweg von Gifting über Wickendorf nach Reichenbach als wichtig. Wie Klinger abschließend betonte, sei das gemeinsame Marketing ein ständiger Prozess, bei dem man nie am Ende sei. Erfreulicherweise gehe schon bald ein weiterer Baustein seiner Vollendung entgegen. Im Juli wird dann auch die gemeinsame Homepage vorgestellt.


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