Bad Staffelstein

Über die Gefangenen auf der Plassenburg

Das Colloquium Historicum Wirsbergense (CHW) lädt am morgigen Mittwoch um 19.30 Uhr zu einem Vortrag ins Stadtmuseum (Kirchgasse 14) ein. Der Historiker Hubert Kolling aus Unterzettlitz wird unter dem...
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Das Colloquium Historicum Wirsbergense (CHW) lädt am morgigen Mittwoch um 19.30 Uhr zu einem Vortrag ins Stadtmuseum (Kirchgasse 14) ein. Der Historiker Hubert Kolling aus Unterzettlitz wird unter dem Titel "Ein Behälter des Elends" über die Plassenburg als Strafanstalt berichten. Die Überschrift ist ein Zitat aus Jakob Wassermanns Novelle "Die Gefangenen auf der Plassenburg". Die einstige Fürstenburg ob Kulmbach diente ab 1817 als Strafarbeitshaus, das für Haftstrafen zwischen einem und acht Jahren bestimmt war und wo "der Züchtling zu Arbeit und Ordnung" erzogen werden sollte. Ab 1862 saßen im Zuchthaus Plassenburg 650 Häftlinge aus ganz Bayern ein. 1909 wurde die Strafanstalt geschlossen. Nachdem sie im Spätsommer 1914 einige Wochen lang als Internierungslager für "feindliche Ausländer" gedient hatte, wurde die Burg von 1919 bis 1928 nochmals als Zuchthaus genutzt. Über die Geschichte der Gebäude, vor allem aber der Insassen und des Personals wird der Vortrag berichten. Das Bild zeigt Zuchthausarbeit in einem Steinbruch nahe Kulmbach, um 1925. Foto: privat

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