Ketschendorf
Gerätturnen

TVK-Turnerinnen holen zwölf Stadtmeistertitel - 48er-Turner stehen neun Mal ganz oben

Bei der Stadtmeisterschaft im Gerätturnen gibt der TV Ketschendorf bei den Turnerinnen den Ton an: Von 15 möglichen Titeln sammelt der TVK nicht weniger als zwölf "Goldene" ein und zeigt im Bereich "K...
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Unser Bild zeigt alle Turnerinnen und Turner bei der Siegerehrung mit Wettkampfleiter Ernst Weitl (links) und Bettina Mittelhäuser (daneben) vom Sportverband Coburg. Foto: privat
Unser Bild zeigt alle Turnerinnen und Turner bei der Siegerehrung mit Wettkampfleiter Ernst Weitl (links) und Bettina Mittelhäuser (daneben) vom Sportverband Coburg. Foto: privat

Bei der Stadtmeisterschaft im Gerätturnen gibt der TV Ketschendorf bei den Turnerinnen den Ton an: Von 15 möglichen Titeln sammelt der TVK nicht weniger als zwölf "Goldene" ein und zeigt im Bereich "Kür modifiziert" Leistungsklasse (LK) 2 mit Maria Herrich-Schäffer, Lina Zimmermann und Lena Kuhrau deutlich auf, dass an ihnen in absehbarer Zeit keine andere Turnerin aus der Region vorbei kommen wird.

Choreographie voller Ästhetik

Maria Herrich-Schäffer bot in der Wettkampfklasse (WK) 10, Jahrgang 2003 und älter, auf der Bodenfläche dem Publikum und den Kampfrichterinnen eine Choreographie voller Ästhetik und anspruchsvollen Schwierigkeiten.

Lina Zimmermann präsentierte sich in der WK9 (Jg. 2004), wie gewohnt konzentriert auf dem Schwebebalken und stand ihren freien Überschlag mit ganzer Schraube beim Abgang sehr sicher. Lena Kuhrau glänzte ganz besonders mit ihrem "Tsukahara gebückt", den sie gut über den 125er-Tisch in den sicheren Stand turnte.

Ein Hingucker war ihre mit hohen Schwierigkeiten gespickte Bodenkür, für die sie mit 15,30 Punkten die höchste Wertung der LK-Turnerinnen erhielt.

In der LK3 lieferten sich die TVK-Turnerinnen den erwarteten vereinsinternen Kampf um die Zehntel in WK6 (Jg. 2006 u. älter): Eileen Finzel turnte an den vier Geräten jeweils über zwölf Punkte und hatte damit Emilia Trunzer, die bei Sprung und Balken die 12er-Marke nicht erreichte, erstaunlich gut im Griff. Salome Umlauff erzielte ihre besten Wertungen am Sprung mit "Halb-halb" und auf der Fläche. Im Jahrgang 2007 hatte Michelle Moore vom TVK in der LK3 zwar keine Konkurrenz, zeigte aber am Sprung eine gute Leistung und darf daher stolz auf ihren Titel sein.

Duell auf Augenhöhe

Zu einem Duell auf Augenhöhe kam es in der LK3 im Jahrgang 2009 zwischen den beiden TVK-Turnerinnen Hannah Höhn und Antonia Heimstädt: Sprung 11,75/11,65; Stufenbarren 12,15/12,15; Balken 11,40/11,80; die Entscheidung fiel dann am Boden bei 12,65 gegen 11,70 zugunsten von Hannah. Zwar "nur" Dritte in dieser WK3, aber mit 12,70 Boden-Beste war Martha Luft. Bei den Wettkämpfen des P-Programms gab es in drei Jahrgangsklassen Einzelsiegerinnen: W17 Annabel Pabst/TV Ketschendorf; W16 Sarah Meus/TV 48 Coburg; W06 Lara Bentzen/TSV Scheuerfeld.

Im Programm der Pflichtübungen gewann Enna Schultheiß mit 4,65 Punkten Vorsprung überraschend klar vor Elena Butterhof, beide TVK. In der W12 standen drei TVK-Turnerinnen auf dem Podest: Enya Ehrsam gewann alle vier Wertungen vor Emilia Sünkel, punktete besonders auf dem Balken und am Boden. Alina Wiebe erzielte mit 15,15 die beste Sprungwertung.

In der W10 (Jg. 2009) ging Gold mit 5,65 Punkten Vorsprung an Julia Kestel/TV Ketschendorf vor Emma Feyler/TV 48 Coburg. Julia erhielt auf ihrer Pflichtübung (P) 7 am Boden 15,60 Punkte und hätte mit 58,55 sogar in der W16 ganz oben gestanden. Eine interessante Begegnung gab es in der W09 zwischen den beiden TVK-Turnerinnen Heidi Lengdobler (63,25) und Carolin Aigner (60,60); Heidi überwand die 60-Punkte-Hürde in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal, während dies Carolin erstmals gelang. Erst nach der Siegerehrung wurde bekannt, dass die erst neunjährige Heidi mit 63,25 Punkten das zweitbeste Vierkampf-Ergebnis aller P-Turnerinnen eingefahren hatte.

Die W08 (Jg. 2011) war mit einem Vorsprung von 5,50 Punkten eine sichere Sache für Carlotta Fischer vom TV Ketschendorf vor Marie Köhler vom TSV Scheuerfeld. Mit 59,40 Punkten ist Carlotta kurz davor, die Messlatte 60,00 zu überspringen. Ein Scheuerfelder Vereinsduell gab es in der W07 zwischen Mathea Schellhorn und Alisa Awarke, das Mathea mit 7,65 Abstand sehr deutlich für sich entscheiden konnte.

Bei den Turnern standen sechsmal Einzelsieger vom TV 48 Coburg auf dem "Gold-Stockerl": Lukas Kestel in M17 (Jg. 2002), Timo Seufferth in M16, Jonas Trumpp in M15, Raphael Finzel in M12, Lenny Pfüller in M08 und Nils Lützelberger in M06.

Trumpp mutig am Barren

Jonas Trumpp war mit 92,40 der beste Punktesammler bei den Turnern, wagte sich als einziger an die P8 am Barren und erzielte an diesem Gerät mit 17,30 auch sein bestes Geräte-Resultat.

Das zweitbeste Gesamtergebnis im Männer-Sechskampf schaffte Timo Seufferth mit 89,95 Punkten; auch Timo verbuchte für sich das beste Geräte-Resultat am Barren mit 16,00 auf P7. Als Drittbester im Sechskampf lieferte der erst zwölfjährige Raphael Finzel erstaunliche 89,45 Punkte ab und zeigte mit 15,80 Punkten auf seinen P7-Sprung auch den älteren Turnern, was möglich sein kann.

In der M13 (Jg. 2006) konnte sich der TVK-Turner Oskar Luft mit 82,75 gegen den 48er Nick Bartulej mit 81,20 durchsetzen. Oskars bestes Gerät war bei 14,30 der Barren, Nick erreichte auch 14,30 am Boden.

Die M11 war eine ganz klare Sache für Lars aus der 48er Turner-Familie Liebkopf mit 78,50 gegen den Zweitplatzierten Finn Kamolz vom TV 48 mit 72,30.

Ebenfalls zum 48er-Vereinsvergleich kam es zwischen Johannes Gräßel (75,65) und Toni Hofmann (73,40); die beiden Buben konnten sich mit 13,60 gegen 13,30 ihre meisten Punkte beim Sprung holen. Fast drei Punkte trennten in der M09 Luis Carl vom TVK und Noah Schramm vom TV 48. Luis war mit 13,15 Bester dieser Klasse am Barren und Noah mit 12,35 am Seitpferd.

48er unter sich

Zu einem weiteren 48er-Vereinsvergleich kam es in der M07 (Jg. 2012) zwischen Sieger Richard Bartulej (50,10) und dem Zweit- und Drittplatzierten, Joshua Rößner und Luis Biche, die sich bei 0,20 Punkten Differenz nichts schenkten. Bei der Siegerehrung bedankte sich Bettina Mittelhäuser vom Sportverband Coburg bei Ernst Weitl und seinem Team vom TV Ketschendorf für die vorbildliche Ausrichtung der Wettkämpfe. ew

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