Nur eine Halbzeit lang befand sich der TV Weidhausen in der Handball-Bezirksoberliga der Männer auf Augenhöhe mit dem Landesligaabsteiger HSG Rödental/Neustadt (17:15).
Dann gaben jedoch die größere Routine, Kondition und Konzentration den Ausschlag für die Gäste, die mit fünf Toren Vorsprung gewannen.

TV Weidhausen -
HSG Rödental 24:29

Von Beginn an erspielten sich die Gäste einen kleinen Vorsprung. Weidhausen hielt mit Treffern von Johannes Bauer und Christian Büttner dagegen. Sehr torgefährlich waren die Gäste jedoch durch ihr schnelles Spiel nach vorn, flüssige Kombinationen und vor allem über ihre Außenposition.
Nach einer 5:8 Führung der HSG Mitte der ersten Hälfte schien sich dann jedoch das Blatt überraschend zu wenden. Christian Büttner erzielte den 9:9-Ausgleich in einer Partie, die von der Tribüne und der HSG-Bank aus mit vielen Emotionen begleitet wurde.
Alle Einwände der Bank gegen die beiden Schiedsrichter Hammer/Moller nutzten jedoch nichts. Weidhausen bestimmte nun die Torfolge und schürte mit dem 15:12 und 16:13 die Hoffnungen auf einen günstigen Ausgang. Unterstrichen wurde dieser Eindruck durch einen Husarenstreich von Johannes Bauer, der in der Schlusssekunden der ersten Hälfte die gesamte Gästeabwehr düpierte. Bei seinem Freiwurf vernaschte er die komplette Mauer der Gäste und der Ball zappelte im oberen Toreck.
Der TV Weidhausen hielt dieses hohe Niveau in der zweiten Hälfte aber nicht. Die HSG kam frischer aus der Kabine und nutzte ihre Überlegenheit trotz der Zeitstrafe gegen Daniel Kraus zur 18:20 Führung (40.)
Der TV Weidhausen rackerte, Lars Urbach und Marcel Schieber zeigten teilweise spektakuläre Paraden, doch die HSG Rödental/Neustadt ließ sich davon nicht beeindrucken. Zwölf Minuten vor Schluss stand es 20:26 für die Gäste und allen war klar, dass sich der TV Weidhausen von diesem Rückstand nicht mehr erholen würde.
Den Schlussakzent in dieser nun etwas einseitigen Partie (22:29, 58. Minute) setzte Florian Büttner mit einem verwandelten Siebenmeter und einem weiteren Feldtor. kag