Himmelkron
Gericht

Tumult bei der "Panzerhalle"

Stephan Tiroch Es war noch dunkel an jenem Morgen im Oktober 2017. Im Auftrag der Bayreuther "Panzerhalle", des Party-treffs in der früheren Bundeswehrkaser...
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Stephan Tiroch

Es war noch dunkel an jenem Morgen im Oktober 2017. Im Auftrag der Bayreuther "Panzerhalle", des Party-treffs in der früheren Bundeswehrkaserne, bewachte ein Mann aus dem Landkreis Kulmbach Gasfackeln.
Er saß in seinem Auto, aber gegen 4.30 Uhr war es mit der Ruhe auf dem Baywa-Parkplatz vorbei. Eine Gruppe von jungen Leuten, die vorher gefeiert hatte, machte sich an dem Wagen zu schaffen und provozierte den Mann. Schließlich stieg er aus und schlug mit einem Radmutternschlüssel zu. Bei der Auseinandersetzung wurde ein Mann am Kopf getroffen und verletzt.
Deshalb stand der 30-Jährige wegen gefährlicher Körperverletzung jetzt in Bayreuth vor Gericht. Der Angeklagte räumte das Tatgeschehen ein. In der Verhandlung stellte sich allerdings heraus, dass die Verletzung nicht besonders schwerwiegend war. Die Kopfwunde des Geschädigten musste lediglich geklammert werden.
Dennoch beantragte der Staatsanwalt eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten - ohne Bewährung. Die Verteidigung plädierte auf Notwehr. Zumindest aber liege ein minder schwerer Fall von gefährlicher Körperverletzung vor.
Letzeres bejahte auch Amtsrichter Thorsten Meyer. Er verhängte eine Freiheitsstrafe von acht Monaten - mit Bewährung.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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