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Tschirn

Tschirner Rat wird weiblicher

Mit Larissa Stark und Simone Keim gehören zwei Frauen dem neuen Gremium an.
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Bürgermeister Peter Klinger (rechts) vereidigt die neuen Gemeinderäte (von links) Simone Keim, Klaus Daum, Markus Stauch und Larissa Stark. Markus Stauch ist ab sofort auch der Zweite Bürgermeister von Tschirn. Foto: Heike Schülein
Bürgermeister Peter Klinger (rechts) vereidigt die neuen Gemeinderäte (von links) Simone Keim, Klaus Daum, Markus Stauch und Larissa Stark. Markus Stauch ist ab sofort auch der Zweite Bürgermeister von Tschirn. Foto: Heike Schülein

Bürgermeister Peter Klinger (CSU) bot zu Beginn der konstituierenden Ratssitzung allen Gremiumsmitgliedern parteiübergreifend eine gute Zusammenarbeit an. "In der Sache diskutieren und dabei fair bleiben, um Tschirn wieder ein Stück weit voranzubringen": Das solle das Leitbild für die kommende Legislaturperiode sein. Vielleicht, so hoffe er, stelle die mit so großen Einschränkungen verbundene Corona-Zeit auch eine gewisse Chance zur Besinnung dar. Klinger wünsche sich, wie er sagte, dass man nicht über Kleinigkeiten streite, sondern sich bewusst darüber werde, was wirklich zählt: "unsere Gesundheit".

Stauch Zweiter Bürgermeister

Sehr erfreut zeigte er sich darüber, dass jetzt zwei Frauen dem neuen Gremium angehören. Seit 1996 seien bislang nur zwei Frauen Mitglied im Gemeinderat gewesen. Jetzt gehören Larissa Stark (CSU/Liberale Bürger) sowie Simone Keim (Alternative für Tschirn) dem Gremiu m an. Die beiden Rätinnen wurden an dem Tag mit den zwei weiteren Neuzugänge n Markus Stauch (CSU/Liberale Bürger) und Klaus Daum (Alternative für Tschirn) vereidigt.

Einstimmig wurde beschlossen, dass es in Tschirn wie seit jeher nur einen weiteren ehrenamtlichen stellvertretenden Bürgermeister geben soll. Christian Alber (Alternative für Tschirn) schlug Klaus Daum vor, nachdem dieser als Bürgermeisterkandidat nur knapp Klinger unterlegen gewesen sei. Seine Bereitschaft, für dieses Ehrenamt zu kandidieren, sollte man ebenso honorieren wie das sehr gute Wahlergebnis.

Bei der Abstimmung in geheimer Wahl unterlag dieser jedoch mit 4 zu 5 Stimmen Markus Stauch, der seitens der CSU/Liberale Bürger vorgeschlagen worden war. Auch ihm nahm Klinger den vorgeschriebenen Diensteid ab. Die Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts und die bisherige Geschäftsordnung werden zunächst beibehalten. Bei der nächsten Gemeinderatssitzung, die voraussichtlich am 16. Juni stattfindet, wird man diese neu erlassen.

Gremium folgt Gemeindetag

Damit folgte das Gremium der Empfehlung des Bayerischen Gemeindetags, in der konstituierenden Sitzung - aufgrund der Corona-Pandemie - nur die nach der Gemeindeordnung absolut notwendigen Punkte abzuarbeiten. Im Vorgriff auf die Geschäftsordnung wurde festgelegt, dass eine Fraktion aus mindestens zwei Mitgliedern bestehen muss. Bei der nächsten Sitzung soll auch ein Sitzungskalender für das ganze Jahr erstellt werden.

Ausschüsse besetzt

Gebildet wurde lediglich der gesetzlich vorgeschriebene Rechnungsprüfungsausschuss: Ihm gehören vier Mitglieder an; zwei je Fraktion. Bestellt wurden für die CSU/Liberale Bürger: Thomas Hofmann (Stellvertreter: Markus Stauch) und Larissa Stark (Stellvertreter: Georg Barnickel); sowie für die Alternative für Tschirn; Simone Keim (Stellvertreter: Christian Alber) und Michael Hader (Stellvertreter: Klaus Daum). Zur Ersten Vorsitzenden wurde Simone Keim einstimmig bestellt.

Zum Vertreter für die Gemeinschaftsversammlung der VGem Teuschnitz wurde wie bisher Thomas Hofmann (Stellvertreter Georg Barnickel) entsandt - neben Bürgermeister Klinger (Stellvertreter: Zweiter Bürgermeister Markus Stauch). Christian Alber hatte für diese Funktion erneut Klaus Daum vorgeschlagen, der aber bei der per Akklamation erfolgten Wahl wiederum mit 4 zu 5 Stimmen das Nachsehen hatte. Kraft seines Amtes ist der Bürgermeister in der Schulverbandsversammlung für die Gemeinde Tschirn vertreten.

Bürgermeister Klinger gab im Anschluss noch einen Beschluss aus der letzten, nichtöffentlichen Sitzung vom 28. April bekannt: Dabei wurde die Elektroverteilung im Feuerwehrhaus an die Firma Elektro-Kestel aus Marktrodach zum Angebotspreis von 4130,55 Euro vergeben.