Neudrossenfeld

Tschechien besonders im Blick der IHK Oberfranken

Am Donnerstag der Jazzabend im Rahmen der Neudrossenfelder Europatage als Auftakt, am Freitag der Wirtschaftstag der IHK Oberfranken Bayreuth: Mit einem flammenden Plädoyer warben namhafte Persönlichk...
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IHK-Hauptgeschäftsführerin Gabriele Hohenner und IHK-Vizepräsident Michael Möschel (rechts daneben) unterschrieben mit den tschechischen Partnern den Kooperationsvertrag, um die Kontakte noch weiter zu vertiefen.
IHK-Hauptgeschäftsführerin Gabriele Hohenner und IHK-Vizepräsident Michael Möschel (rechts daneben) unterschrieben mit den tschechischen Partnern den Kooperationsvertrag, um die Kontakte noch weiter zu vertiefen.
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Am Donnerstag der Jazzabend im Rahmen der Neudrossenfelder Europatage als Auftakt, am Freitag der Wirtschaftstag der IHK Oberfranken Bayreuth: Mit einem flammenden Plädoyer warben namhafte Persönlichkeiten aus Industrie, der Politik und Wissenschaft im Bräuwercksaal für ein starkes Europa.

Im Blickpunkt standen die engen wirtschaftlichen Beziehungen von Oberfranken zum Nachbarland Tschechien und da besonders zu den Regionen Eger und Karlsbad.

Aus tschechischer Perspektive beleuchtete Kristina Larischová das Projekt Europa, nannte den Beitritt vor 15 Jahren eine gute Entscheidung. "Mein Land ist stark exportorientiert, 80 Prozent unseres Bruttoinlandprodukts (BIP) kommen aus diesen Verbindungen, das BIP hat sich seit der Mitgliedschaft verfünffacht", sagte die Generalkonsulin der Tschechischen Republik in München.

Radek Pašava von der Wirtschaftskammer Karlsbad bewertete die Kontakte zwischen seiner Institution und der IHK Bayreuth als stets freundschaftlichen Austausch. Man helfe sich gegenseitig bei Zollangelegenheiten und in der Ausbildung. Mit der Unterzeichnung eines Arbeitsplanes 2019 während des Wirtschaftstages wurde das noch bekräftigt.

Sara Franke, Leiterin des Bereichs International der IHK, stellte die gewachsenen Beziehungen der beiden Kammern heraus.

Spannende Momente dann in Diskussionsrunden über "Die EU und Globalisierung" und zum "EU-Binnenmarkt", wo unter der Moderation von Anja-Maria Meister schon mal kritische Töne über die Regulierungswut und die Bürokratie laut wurden.

Sowohl Klaus Kühnel von der Rehau AG als auch Bernhard Hetz von der Universität Bayreuth beschäftigten sich mit Zollschranken und Strafzöllen in der festen Überzeugung: Es gibt nur Verlierer, einen Handelskrieg kann man letztendlich nicht gewinnen.

Auf die Probleme und Vorteile eines gemeinsamen Europas ging Paul Joachim Kubosch, langjähriger Leiter der EU-Vertretung in München und Nürnberg, ein: "In der Öffentlichkeit wird immer nur das registriert, was nicht funktioniert", bedauerte er.

IHK-Vizepräsident Michael Möschel stellte heraus, dass Deutschland ohne die EU nicht diesen Aufschwung genommen hätte, kritisierte jedoch die Flut an Bürokratie für den Mittelstand.

Landrat Klaus Peter Söllner und Bürgermeister Harald Hübner bezeichneten den IHK-Wirtschaftstag als Brückenbauer in den Osten.

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