Ludwigsstadt
Jahresrechnung 2016

Trotz einer Schuldenreduzierung muss Ludwigsstadt seinen Sparkurs beibehalten

Der Stadtrat erkannte bei seiner Sitzung am Donnerstagabend die Jahresrechnung 2016 an. Rechnungsprüfungsausschuss-Vorsitzender Maximilian Heyder (CSU) besc...
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Christoph Beez (Mitte) wurde von Bürgermeister Timo Ehrhardt (rechts) für seinen herausragenden Abschluss ausgezeichnet (links Ausbilder Joachim Pohl). Der Zerspanungsmechaniker hat seine Ausbildung bei World of Medicine Ludwigsstadt in der Abschlussprüfung mit 93 von 100 Punkten und der Note sehr gut gemeistert. Foto: Heike Schülein
Christoph Beez (Mitte) wurde von Bürgermeister Timo Ehrhardt (rechts) für seinen herausragenden Abschluss ausgezeichnet (links Ausbilder Joachim Pohl). Der Zerspanungsmechaniker hat seine Ausbildung bei World of Medicine Ludwigsstadt in der Abschlussprüfung mit 93 von 100 Punkten und der Note sehr gut gemeistert. Foto: Heike Schülein
Der Stadtrat erkannte bei seiner Sitzung am Donnerstagabend die Jahresrechnung 2016 an. Rechnungsprüfungsausschuss-Vorsitzender Maximilian Heyder (CSU) bescheinigte Bürgermeister und Verwaltung eine ordnungsgemäße und wirtschaftliche Haushaltsführung.
Das Haushaltsvolumen betrug 13,37 Millionen Euro, davon entfielen auf den Verwaltungshaushalt rund 8,32 Millionen und auf den Vermögenshaushalt 5,05 Millionen Euro. Für beabsichtigte Investitionen waren 7,29 Millionen Euro eingestellt, an Zuweisungen et cetera 4,82 Millionen Euro. Ausgeführt wurden Maßnahmen mit einem Investitionsanteil von 2,85 Millionen Euro. Dafür erhielt die Stadt 1,59 Millionen Euro an Zuschüssen.
Die Zinsen für bestehende Darlehen betrugen 2016 insgesamt 97 429 Euro, die regelmäßigen Tilgungsleistungen 527 280 Euro. Mit Unterstützung der Stabilisierungshilfe wurden in 2016 Darlehen von 555 006 Euro komplett zurückgeführt. 524 994 Euro wurden einer Sonderrücklage zugeführt.
Aufgrund der Haushaltsentwicklung war lediglich ein Darlehen über 420 000 Euro aufzunehmen. Nach einer Entschuldung um 662 265 Euro betrug der Schuldenstand 2016 am Jahresende 8,36 Millionen Euro.
Durch Mehreinnahmen und Minderausgaben konnte im Verwaltungshaushalt eine positive Zuführung von 1,29 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Die Mindestzuführung wurde damit um 580 129 Euro übertroffen. Der Rücklage wurden 55 760 Euro für die Ausführung entgeltfinanzierter Maßnahmen entnommen. Der Rücklagenstand beträgt 2016 bei der Stadt 67 872 Euro, im Bereich der beiden Regiebetriebe 15 582 Euro.
Rechnungsprüfungsausschuss-Vorsitzender Heyder sah nur geringe Einsparungsmöglichkeiten. "Die Ausgaben und Investitionen waren notwendig und angemessen", erklärte er.
Im Winterdienst waren im Vergleich zum vorausgegangenen Winter Mehrkosten von 36 000 Euro zu verzeichnen, bedingt durch einen um 70 Tonnen höheren Salzverbrauch und ein Plus von 280 Stunden von externen Dienstleistern.


Auftragsvergaben

Für die Ersatzbeschaffung eines Löschgruppenfahrzeugs LF 20 KatS für die FFW Ludwigsstadt beschloss der Stadtrat die Auftragsvergabe für die drei verschiedenen Lose. Auf Vorschläge des beauftragten Planungsbüros Konrad Bischel erhielten den Auftrag für das Fahrgestell Iveco die Firma Magirus zum Preis von 68 033,49 Euro, für den Feuerwehraufbau ebenfalls die Firma Magirus über 208 309,90 Euro und für die feuerwehrtechnische Beladung die Firma Ludwig über 79 888,27 Euro. Das Gesamtvolumen beträgt 356 231,66 Euro. Das Löschgruppenfahrzeug ersetzt zwei vorhandene Fahrzeuge. "Mit der Neuanschaffung leisten wir einen guten Schritt, um den Feuerschutz in der Großgemeinde zu erhöhen", betonte Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD). Die Lieferzeit betrage neun bis zwölf Monate.
Die Firma Eginolf Reuther aus Wallenfels wurde mit den Abbrucharbeiten in Lauenstein, Orlamünder Straße 21 und 23, mit einer Angebotssumme von 28 232,75 Euro brutto sowie für die Orlamünder Straße 19 mit einer Angebotssumme von 52 594,43 Euro brutto beauftragt. Der Abbruch muss zwischen 1. November 2017 und 31. März 2018 erfolgen.
Grünes Licht gab es für den Antrag auf Neubau einer Gerätehalle auf dem Grundstück Flur-Nr. 979 in Steinbach an der Haide durch Sascha Lieb.
Martin Schmidt (CSU) erkundigte sich nach dem Sachstand des Straßenbaus Im Winkel sowie des Abrisses der Burgbräu-Brache, beides in Lauenstein. Laut dem Bürgermeister kann man von einem Abschluss Im Winkel Mitte November ausgehen. Der Abriss der Brache beginnt am 15. November mit der Einrichtung der Baustelle. Die Fertigstellung ist für den 28. Februar 2018 terminiert.
Ehrhardt dankte dem Freistaat Bayern für die Gewährung einer Stabilisierungshilfe von 1,1 Millionen Euro. Der Bescheid wird Ende November von Minister Söder übergeben.
In der Bürgerfragestunde monierte Harald Meyer stark zuwachsende Wanderwege. Zudem werde das städtische Grundstück "Am Höhle" nur teilweise gemäht. Der Wuchs sei so hoch, dass er seine Photovoltaikanlage beziehungsweise Sonnenkollektoren in der Warmwasserbereitung einbremse. "Ich bin langsam zu alt dazu, den Hang immer selbst zu mähen", beklagte er. hs


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