Schneckenlohe
Gemeinderat

Trotz Bauchschmerzen: Mehrheit für den Umbau zum Bürgerhaus

Ein weiteres Kapitel bezüglich des Umbaus der ehemaligen Gemeindekanzlei Henneschberg zum Bürgerhaus wurde in der letzten Gemeinderatssitzung in Schneckenlohe aufgeschlagen. Immer noch ist es der Haus...
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Ein weiteres Kapitel bezüglich des Umbaus der ehemaligen Gemeindekanzlei Henneschberg zum Bürgerhaus wurde in der letzten Gemeinderatssitzung in Schneckenlohe aufgeschlagen. Immer noch ist es der Hausschwamm, der dem Gremium Bauchschmerzen bereitet. Allerdings scheint nicht nur der schwer im Magen zu liegen. Das ganze Projekt steht schon seit längerem auf dem Prüfstand und die anschließende Diskussion war emotional und kontrovers.

Rund 15 000 Euro sollen erneut den Besitzer wechseln, damit die Firma Binker Materialschutz dem Hausschwamm zu Leibe rückt. Ob das ein dauerhaftes Unterfangen sein wird, müsse ebenfalls geprüft werden. Einen Sachstandsbericht gab Architekt Gerd-Peter Lauer, dem am Ende etwas der Geduldsfaden riss: "Stampft das Ding ein, wenn ihr es nicht wollt!," kommentierte er die emotionale und kontroverse Diskussion. Er allerdings sehe die gegenwärtige Lage als Chance, nicht als Rückschlag. "Wir müssen alles noch einmal auf null setzen. Die Gegebenheiten haben sich geändert und alles muss noch einmal auf den Prüfstand." Bauphysiker und Statiker müssten nochmal ran. Nicht jeder der Räte war von dieser Ausgangslage begeistert. Schon seit 2015 beschäftige man sich mit diesem Projekt, von dem man gar nicht wisse, ob man es überhaupt brauche und in welcher Höhe sich am Ende die Kosten bewegen.

Reichen 1,2 Millionen Euro?

Und während Lauer davon sprach, dass er durchaus Einsparungspotenzial in manchen Punkten sehe, stand immer noch die Zahl von 1,2 Millionen Euro im Raum. Die werde zwar mit 90 Prozent gefördert von der Förderoffensive Nordostbayern (FONOB), aber ob dieses Geld reiche, sei völlig unklar und eher nicht wahrscheinlich. Bürgermeister Knut Morgenroth (SPD) bezog klar Stellung und wies auf das Projekt als "ortsbildprägendes Ensemble" hin, das es zu erhalten gelte. Das sahen zwar nicht alle so, aber letztendlich fand sich eine Mehrheit für den weiteren Schritt in Richtung Sanierung. Die voraussichtliche Bauzeit bezifferte Architekt Gerd-Peter Lauer auf "vorsichtige eineinhalb Jahre".

Auch die Errichtung des Feuerwehrgerätehauses in Beikheim lag dem Rat wieder vor. Hier gab der Bürgermeister einen Sachstandsbericht. Rund 460 000 Euro solle das neue Gebäude mit Außenanlagen kosten. "Allerdings kann der Stellplatz noch mit rund 57 000 Euro gefördert werden und eine Abrissförderung gibt es auch." Im Plan habe man u.a. die Raumhöhe reduziert und so eingespart.

Ein 37-seitiges Bodengutachten gab es, um die Statik für die Errichtung einer Mehrzweckhalle für den gemeindlichen Bauhof zu gewährleisten. Hier wurde das Projekt an die BayWa vergeben für ein Auftragsvolumen von rund 74 500 Euro. Ebenfalls auf der Tagesordnung stand die Sanierung der Leichenhalle und der Friedhofswege in Beikheim. Auch in diesem Punkt sprach der Bürgermeister über "Änderungen während der Bauphase". Zum einen habe man die Wasserstelle verlegen müssen, zum anderen brauche es noch Handläufe und Gitter für die Sicherheit der Friedhofsbesucher. Berufen wurden bei der Sitzung auch der Wahlleiter und sein Stellvertreter für die Gemeindewahlen 2020. Clemens Wicklein und Michael Nawrath werden diese Funktion erfüllen.

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