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Kleintettau

Tropische Temperaturen im Winter

Die Volontäre der Mediengruppe Oberfranken berichten auf ihrem Blog frankenfeeling.de , was man in Franken so alles erleben kann. Mitten im Winter haben sie ein wohlig warmes Plätzchen entdeckt: das Tropenhaus "Klein Eden".
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Neue Aromen im Tropenhaus ausprobieren: Volontärin Theresa Schiffl mit einer Kaffir-Limette in Kleintettau.  Fotos: Anna-Lena Deuerling
Neue Aromen im Tropenhaus ausprobieren: Volontärin Theresa Schiffl mit einer Kaffir-Limette in Kleintettau. Fotos: Anna-Lena Deuerling
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Es gibt gute Nachrichten für die Frostbeulen im Frankenwald. Es gibt nämlich auch warme Ecken. Eine davon ist ausgerechnet im nördlichsten Zipfel des Landkreises Kronach: in Kleintettau. Dort gibt es eine kleine Oase der subtropischen Temperaturen, das Tropenhaus "Klein Eden".

Zwei Volontärinnen dieser Zeitung haben sich für den Blog unserer Nachwuchsjournalisten, frankenfeeling.de hoch in den Norden gewagt und bei einem Besuch in der Rennsteigregion direkt ausprobiert, was sich aus den fränkisch-tropischen Früchten so zaubern lässt.

Frucht ist das richtige Stichwort. Genau das passiert dort nämlich: Auf rund 3500 Quadratmetern erzeugt und erforscht das Team eine Vielzahl exotischer Früchte. Das Tropenhaus ist ein nachhaltiges Umweltprojekt - einen Großteil der dafür benötigten Energie bezieht das Glashaus aus der Abwärme eines nahe gelegenen Glasindustrie-Betriebs. Wärme tanken und dem Plätschern der Fischteiche lauschen, geht hier quasi ganz ohne schlechtes (Öko-)Gewissen.

Wenn der Zoll aufhält

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Wer will, kann sich noch weiterbilden. Das Team bietet naturwissenschaftliche Rundgänge und Gruppenführungen an. Das Tropenhaus ist nämlich in erster Linie kein Ausflugsziel, sondern Forschungseinrichtung. Theresa und Anna-Lena, die beiden Volontärinnen der Mediengruppe Oberfranken, zu der auch diese Tageszeitung gehört, bekommen eine kleine private Führung von Ralf Schmitt. Der 42-Jährige hat das Tropenhaus als Geschäftsführer mit aufgebaut - besser gesagt: mit eingepflanzt.

Er weiß genau, wo hier was wächst, welche Pflanzen in dieser Saison gelitten haben und warum man so einige Exemplare auf dem Importweg aus fernen Ländern immer wieder im Zoll hängen bleiben.

Eine Ladung "unnützes Angeber-Wissen" ist bei der Führung inklusive. Zum Beispiel woher die Passionsfrucht - also die Maracuja - ihren Namen hat: In den ziemlich hübschen Blüten der Frucht entdeckten die Jesuiten, die die Frucht nach Europa importierten, ein Symbol für das Leiden Christi - Passion Christi. Passionsfrucht also - ganz klar.

Exotische Geschmäcke

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Aber auch kulinarisch hat der Besuch im Tropenhaus einiges zu bieten: Vom Schnuppern an aromatischen Kaffir-Limetten, über Verkosten von verschiedenen Blüten und Blättern bis hin zum Probieren von unbekannten Früchten.

Der Surinam-Kirsche zum Beispiel. "Der Geschmack ist kaum zu beschreiben: Süß, sauer, Mango, Paprika?", sagt Theresa und empfiehlt: "Unbedingt Ausprobieren!" Apropos Ausprobieren: das ist es, was die Volontäre der Mediengruppe Oberfranken auf ihrem Blog frankenfeeling.de tun. Sie probieren verschiedene Aktivitäten, Einrichtungen, etc. in Franken aus und berichten auf ihrem Blog darüber. Bei Ralf Schmitt sind sie mit diesem Motto genau richtig. Er bezeichnet sich selbst als "kochenden Gärtner".

Tropisches Drei-Gänge-Menü

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Nach ihrem Rundgang durch das wohlig warme Glashaus geht es für die beiden Nachwuchs-Journalistinnen nämlich, mit ihm zusammen, einen Stock höher, in die Küche. Die Mission: Mit den Produkten aus dem Tropenhaus ein Drei-Gänge-Menü zaubern.

Die Ausbeute aus den fränkischen Tropen: Bolivianischer Wildchili, Kaffir-Limette, Papaya (reife und unreife), Bananen, Wasserspinat und Jackfrucht und ein frischer Nilbarsch aus dem Zuchtbecken im Tropenhaus. Alle Rezepte gibt es zum Nachkochen unter frankenfeeling.de

Fazit

Zugegeben, wenn man nicht gerade einen privaten Kochkurs bekommt, kann man kaum den ganzen Tag im Tropenhaus in Kleintettau verbringen. Führung und Besuch der Sonderausstellung mit allerlei Reptilien und Amphibien nehmen vielleicht zwei bis drei Stunden in Anspruch.

Aber den Besuch kann man gerade in dieser Jahreszeit mit beispielsweise einer kleinen Schneeschuhwanderung, Schlitten- oder sogar Skifahren in Tettau verbinden. Dann braucht es das Aufwärmen in den "fränkischen Tropen" natürlich erst recht. ald/ci

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