Altenkunstadt

Trocken brennen sie am besten

Vorbei ist sie nun, die weihnachtliche Herrlichkeit, und selbst die Christbäume sind jetzt aus vielen Wohnungen für ein Jahr wieder verschwunden. Viele nutzten deshalb die Möglichkeit, um die "ausgedi...
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Schnell schlugen die Flammen empor, als das Christbaumfeuer angesteckt wurde, doch war schon nach kurzer Zeit diese "weihnachtlicher Herrlichkeit" für immer vorbei, als die Christbäume ein letztes Mal gebrannt hatten. Foto: Dieter Radziej
Schnell schlugen die Flammen empor, als das Christbaumfeuer angesteckt wurde, doch war schon nach kurzer Zeit diese "weihnachtlicher Herrlichkeit" für immer vorbei, als die Christbäume ein letztes Mal gebrannt hatten. Foto: Dieter Radziej

Vorbei ist sie nun, die weihnachtliche Herrlichkeit, und selbst die Christbäume sind jetzt aus vielen Wohnungen für ein Jahr wieder verschwunden. Viele nutzten deshalb die Möglichkeit, um die "ausgedienten" Weihnachtsbäume durch die Jugendfeuerwehr von Altenkunstadt abholen zu lassen.

Mittlerweile eine gewisse Tradition hat es in der Gemeinde, dass die Nachwuchskräfte der freiwilligen Feuerwehr immer dann, wenn die Weihnachtszeit zu Ende gegangen ist, die Christbäume "entsorgen". Auch diesmal war schon seit längerem diese Aktion angekündigt und die Einwohnerschaft nutzte diese Möglichkeit, gegen einen geringen Spendenbetrag, der letztlich aber wieder der Jugendarbeit in der Feuerwehr zugutekommt, ihre Weihnachtsbäume abtransportieren zu lassen.

Dankenswerterweise wurden durch die Gemeinde Altenkunstadt, das Garten- und Landschaftsbauunternehmen Christa und das Erdbau- und Abrissunternehmen Schreppel entsprechende Fahrzeuge zur Verfügung gestellt, so dass diese Unternehmung wesentlich leichter vonstatten ging.

Schon am frühen Samstagmorgen lagen überall die Christbäume an den Straßenrändern bereit und konnten von den vielen fleißigen Händen zusammengetragen werden. Erfreulich dabei die lebhafte Beteiligung der Jugendlichen, die von einigen Erwachsenen unterstützt wurden. Als am Ende Bilanz gezogen wurde, waren 223 Weihnachtsbäume am Mainufer zu einem regelrechten Christbaumberg aufgehäuft worden. Sichtlich erfreut über die gemeinsamen Anstrengungen ihrer "Nachwuchsbrandschützer" zeigten sich Vorstandschaft und Führungskräfte der Stützpunktwehr von Altenkunstadt und die Jugendgruppenleitung der Wehr.

Das Boothausgelände am Main bot zugleich eine gute Gelegenheit, diesen Tag auch in gesellschaftlicher Hinsicht noch etwas zu nutzen. So standen nicht nur ein Grillwagen, Glühwein und alkoholfreie Getränke bereit, sondern überall waren kleine Holzfeuer vorbereitet, um die sich viele Schaulustige scharten und sich erwärmen ließen. Vor allem für die Kinder und Jugendlichen war dieser Nachmittag ein besonderes Ereignis. Erwartungsvoll blickten sie dabei auf den Christbaumhaufen, fast in der Größe eines Johannisfeuers, und konnten es kaum erwarten, bis dieser angesteckt wurde.

Allerdings mussten sie sich noch etwas gedulden, denn erst, als die Dunkelheit schon hereingebrochen war, kam der große Augenblick des Entzündens der Christbäume. Sie waren alle recht trocken, so dass die Flammen gleich empor schlugen. Viele wohnten dabei diesem Ereignis, natürlich in dem gebührenden Sicherheitsabstand, bei, das noch für einen weiteren positiven Effekt sorgte, nämlich eine recht warme Umgebung.

Eine ähnliche Aktion fand in Strössendorf unter der Regie des Obst- und Gartenbauvereins von Strössendorf statt, denn auch hier nutzt die Einwohnerschaft die Möglichkeit auf dem Dorfanger am "Christbaumverbrennen" teilzunehmen.

Dieter Radziej

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