Bamberg

Trio aus Äthiopien auf dem Siegerpodest

Die Experten sollten Recht behalten: Bei der 19. Auflage machten die als Favoriten gehandelten Läufer aus Afrika den Sieg unter sich aus.
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Nach 2015 stemmte Firaol Ebissaa zum zweiten Mal das Drei-Liter-Bierglas als Sieger des Marathons in die Höhe. Fotos: Matthias Hoch
Nach 2015 stemmte Firaol Ebissaa zum zweiten Mal das Drei-Liter-Bierglas als Sieger des Marathons in die Höhe. Fotos: Matthias Hoch
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Damit erst gar keine Missverständnisse aufkommen konnten, legte Firaol Ebissaa über die Marathon-Distanz gleich ein irrsinniges Tempo vor. Seine erste Zwischenzeit nach zehn Kilometern, als er von Weilersbach kommend Ebermannstadt durchquerte, ließ auf einen neuen Streckenrekord schließen. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt hatte er eine Minute Vorsprung auf Vorjahressieger Getachew Endisu. Dieser hatte seinerseits eine Minute Vorsprung auf Addissu-Tulu Wodajo, der 2016 den Fränkische-Schweiz-Marathon für sich entschieden hatte.

An dieser Reihenfolge änderte sich auch nichts, als sich die Läufer an der Wende in Behringersmühle auf den Rückweg machten. Alle drei Läufer brachten ihren Vorsprung ins Ziel. Mit einem neuen Streckenrekord wurde es allerdings nichts, der Wind blies ihnen zu sehr ins Gesicht. So lag die Siegerzeit von 2:33:33 Stunden deutlich über dem Streckenrekord und der Vorjahresmarke, die Getachew bei 2:27:53 Stunden gesetzt hatte. Er kam heuer als Zweitplatzierter (2:36:19) an, während der für den TV Coburg startende Wodajo (2:38:32) auf Platz 3 landete.

Die fränkischen Farben vertrat Patrick Weiler (2:40:16) als Viertplatzierter, konnte das äthiopische Podest aber nicht sprengen.

Mit Marija Vrajic, die die Marathon-Distanz in exakt drei Stunden bewältigte, kommt die Siegerin aus der kroatischen Hauptstadt Zagreb. Vrajic gewann vor der Rumänin Maria Magdalena Veliscu und Eva Scheu vom TV Coburg. Für die Siegerin war es der 199. Marathon in ihrer Karriere. Sie räumte ein, dass es heuer "recht schwierig" war. An der letzten Steigung zwischen Gasseldorf und Ebermannstadt sei sie noch

einmal gehörig ins Schnaufen gekommen. Auch habe sie sich immer wieder nach ihrer Konkurrentin umgesehen, Velisco blieb der Siegerin mit weniger als einer Minute Abstand dicht auf den Fersen.

Beim Zehn-Kilometer-Lauf der Damen ging der Sieg an die Lokalmatadorin Babinja Wirth vom TSV Ebermannstadt. Sie siegte in 38:51 Minuten vor Elvira Flurschütz (SC Kemmern) und Manuela Glöckner (TSV Ebermannstadt). Bei den Männern siegte Jörg Schaller. Der Coburger gewann in 33:37 Minuten vor Christoph Sturm (Regensburg) und Domininic Marquedant (Rheinhessen-Pfalz).

Quartett knackt Streckenrekord

Für Furore sorgten die Handbiker, die ein Wahnsinnstempo vorlegten. Das Ergebnis: Trotz teilweise regennasser Fahrbahn unterboten gleich vier Teilnehmer den Streckenrekord. Vico Merklein (40), Mitglied des deutschen Paralympic-Teams, siegte zeitgleich mit Johan Reekers in 1:02:06 Stunden. Damit unterboten beide den Streckenrekord um rund 20 Sekunden. Auch der Drittplatzierte Boris Drazen (1:02:11) und der Vierte, Johannes Herter (1:02:20), waren schneller als der vorherige Bestwert. Schnellste Frau war Yvonne Pijahn (Cottbus).

Bei den Inline-Skatern war der Erfurter Nils Fischer nicht zu schlagen. Mit großem Abstand gewann er in 1:15:47,56 Stunden deutlich vor einer Fünfergruppe. Die Marathon- Distanz bei den Skater-Damen entschied Sabine Berg in 1:18:11,35 Stunden für sich. Nur zwei Sekunden langsamer war Katja Ulbrich (TS Bayreuth).

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