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LKR Coburg
sommerfest 

Tricks und Kniffe vom Fachberater

Im Obstlehrgarten am Coburger Landratsamt wachsen jede Menge interessater Pflanzen. Und Thomas Neder zeigt sie gern her.
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Ein bisschen noch, dann sind sie probierreif: Thomas Neder, Doris Aschenbrenner und Michael Busch schauen nach, wie reif die Weintrauben im Kreislehrgarten schon sind. Foto: Wolfgang Desombre
Ein bisschen noch, dann sind sie probierreif: Thomas Neder, Doris Aschenbrenner und Michael Busch schauen nach, wie reif die Weintrauben im Kreislehrgarten schon sind. Foto: Wolfgang Desombre
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Das Sommerfest im Obstlehrgarten des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege hat in diesem Jahr eine große Schar von Besuchern angezogen. Kreisfachberater Thomas Neder erläuterte den interessierten Besuchern beim Rundgang durch den Garten viele Tricks und Kniffe.
"Der Obstlehrgarten ist ein Vorzeigeobjekt, das weit über die Grenzen der Region Beachtung findet", sagte Landrat Michael Busch (SPD), der zugleich auch Vorsitzender des Kreisverbandes ist. Er eröffnete am Samstagnachmittag das traditionelle Sommerfestes. Hannes Zips hatte dazu "Kunst in den Garten gebracht" und später gab es "Musik am Abend".
Gabi Morper besuchte nach einigen Jahren Pause wieder einmal den Obstlehrgarten. "Er ist eine gelungene Einrichtung und gerade auch für junge Menschen wie Kinder und Schüler geeignet", sagte die Coburgerin. Manch junger Mensch wisse heute doch kaum mehr, was an Bäumen wächst. "Die Skulpturen von Hannes Zips machen diesmal den Garten noch attraktiver", sagte Morper


Man muss nicht hoch hinaus

Hannes Zips ist Kunstlehrer am Gymnasium Alexandrinum und hat aus Stahl und Beton "ironische Figuren" geschaffen. Farbig überarbeitet seien diese wetterfest und ideal für den Garten geeignet, erklärte der Künstler. Die Idee für diese Objekte sei ihm gekommen, als seine Frau alte Gartengerätschaften entsorgen wollte. Diese hat Hannes Zips kurzerhand zu kleinen und auch großen Kunstwerken umgestaltet.
Coburgs Kreisfachberater und Diplom-Ingenieur für Gartenbau, Thomas Neder, ist seit nunmehr 20 Jahren im Bereich Gartenbau der Fachmann tätig. Deshalb lobte Michael Busch dessen Engagement: "Bei seinen Führungen können interessierte Besucher jede Menge Tricks und Kniffs erfahren." Den Garten gibt es seit 2006 und er beherbergt mehr als 250 Sorten. Bei der Bepflanzung habe man den Schwerpunkt auf robuste Sorten gelegt, die für den Hausgarten geeignet sind und keine Pflanzenschutzmittel benötigen, erklärte Neder bei seinem geführten Rundgang.
Angepflanzt wurden Obstsorten fürs ganze Jahr - vom Frühling bis zum Spätherbst. Zu den "Frühstartern" zählt die Maibeere, die sehr früh im Jahr geerntet werden kann. Ganz am Ende des Gartenjahres kommt die "Bayern-Kiwi", die im Oktober oder November reif ist. "Auch der Wein trägt in diesem Jahr sehr gut", informierte Thomas Neder. Derzeit stehen auf dem Gelände neben dem Landratsamt 17 Sorten, die auch gegen falschen und echten Mehltau getestet werden. "Im Herbst können die leckeren Beeren auch verkostet werden", versprach Thomas Neder den Besuchern.
Thomas Neder berichtete auch von neuen Entwicklungen: So werde Obst als Spindel immer beliebter - einerseits wegen der kurzen Wartezeit auf einen Ertrag, andererseits wegen der begrenzten Höhe. "Eine haushaltsübliche Stehleiter reicht bei der Ernte aus. Das ist besonders für Senioren wichtig", betonte Neder. Auch Stachelbeeren seien an der Spindel leicht zu ernten und auch Kirschen können am "Central leader" mit flachen Seitenästen mit der Haushaltsstehleiter bequem gepflegt. Ein Geheimtipp im Obstlehrgarten seien moderne Apfelsorten wie der "Topaz", ein sehr delikater Lagerapfel.
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