Rauhenebrach
Natur

Trekking im Steigerwald kommt an

Die Gemeinde Rauhenebrach und der Forstbetrieb Ebrach ziehen eine Zwischenbilanz: Trekking im Steigerwald sei ein voller Erfolg. Seit dem letzten Jahr hat der Steigerwald eine weitere Bereicherung: Di...
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Mitglieder der Würzburger Trekkinggruppe "Bergstiefel" des Deutschen Alpenvereins am Trekkingplatz "Lindach"  Foto: Forstbetrieb Ebrach
Mitglieder der Würzburger Trekkinggruppe "Bergstiefel" des Deutschen Alpenvereins am Trekkingplatz "Lindach" Foto: Forstbetrieb Ebrach

Die Gemeinde Rauhenebrach und der Forstbetrieb Ebrach ziehen eine Zwischenbilanz: Trekking im Steigerwald sei ein voller Erfolg.

Seit dem letzten Jahr hat der Steigerwald eine weitere Bereicherung: Die Gemeinde Rauhenebrach und der Forstbetrieb Ebrach hatten die Initiative ergriffen und gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald - Landesverband Bayern- ein Trekkingkonzept auf den Weg gebracht. Unter dem Begriff "Trekkingerlebnis Steigerwald" konnten Wanderfreunde ab Mitte letzten Jahres Übernachtungen im Wald buchen. An zehn Trekkingplätzen ist es erlaubt, zu zelten sowie eine Feuerstelle und ein WC-Häuschen zu benutzen. Ansonsten muss der Wanderer wieder alles mitnehmen, was er mitgebracht hat.

Neue Saison

Nach der Winterpause ist nun die Trekkingsaison wieder angelaufen, wie der Staatsforstbetrieb am Mittwoch mitteilte. Die inzwischen rund 500 Buchungen zeigen den Angaben zufolge, dass das "Trekkingerlebnis Steigerwald" sehr gut angenommen werde.

Bürgermeister Matthias Bäuerlein von der Gemeinde Rauhenebrach berichtet, dass mit über 100 Buchungen das Konzept bereits in der auf den Herbst verkürzten Saison 2018 gut angenommen war. Seit dem 1. April läuft nun die neue Saison. "Schon jetzt sind es über 400 Wanderer, die einen der zehn Trekkingplätze gebucht haben", ergänzt Ile-Managerin und Trekkingbeauftragte Ulla Schmidt. Sogar für den kommenden Oktober lägen bereits Platzbuchungen vor.

Mit dem "Trekkingerlebnis Steigerwald" erfüllen die Initiatoren nach eigenen Angaben offenbar ein Bedürfnis der Gesellschaft nach Naturnähe, nach Wildnis und nach Übernachten im Wald. Dazu Ulrich Mergner, Forstbetriebsleiter am Forstbetrieb Ebrach: "Immer mehr Menschen leiden unter Lärm, schlechter Luft und Lichtverschmutzung. Wenn durch künstliche Lichtquellen die Nacht zum Tag wird, kann das sogar gesundheitliche Schäden bewirken." Eine Nacht im Waldesdunkel eines Trekkingplatzes könne hier heilsam wirken, so der für den Staatswald zuständige Betriebsleiter. Von den zehn Trekkingplätzen, die jeweils eine halbe Tageswanderung voneinander entfernt sind, liegen neun im Bereich der Bayerischen Staatsforsten, einer im Gemeindewald Rauhenebrach.

Das "Trekkingerlebnis Steigerwald" wurde im Rahmen des Programms "Waldattraktionen" von der Staatsregierung gefördert. Der Landesverband Bayern der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) hatte unter Federführung von SDW-Geschäftsführer Simon Tangerding ein waldpädagogisches Konzept entwickelt, welches von örtlichen Jugend- und Schülergruppen umgesetzt wurde. Derzeit ist lediglich in der Pfalz die Zahl der Trekkingplätze noch größer als im Steigerwald. "Es ist kein Problem, das ,Trekkingerlebnis Steigerwald' auch auf den südlichen Steigerwald auszudehnen", meint Simon Tangerding.

"Ordentlich und sauber"

Das Trekkingerlebnis kann gebucht werden im Internet unter www.trekkingerlebnis.de. Als Deckungsbeitrag für die Kosten werden pro Nacht und Person 4,80 Euro erhoben. Das Buchungsverfahren auf Online-Basis läuft laut Staatsforstbetrieb "reibungslos. Auch die Plätze werden ordentlich und sauber hinterlassen", heißt es. red

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